In Kärnten steht endgültige Einigung noch aus

26. Mai 2005, 19:57
posten

Sechs der insgesamt 40 zur Schließung vorgesehenen Ämter bleiben erhalten - Ersatz für die anderen 34 soll fix kommen

Klagenfurt - In weiten Teilen zufrieden stellend ist am Dienstag in Klagenfurt ein "Post-Gipfel" mit den Mitgliedern der Landesregierung, des Gemeindesbundes sowie Staatssekretär Eduard Mainoni (B) und Post-Vorstandsdirektor Herbert Götz verlaufen. Von den ursprünglich 40 von der Schließung bedrohten Ämtern sollen sechs erhalten bleiben und für die anderen 34 eine Ersatzlösung gefunden werden. In 20 Fällen gibt es schon eine solche, in 14 muss noch verhandelt werden.

Laut Landeshauptmann Jörg Haider (B) werde es jedenfalls für alle 34 Gemeinden, in denen die bisherigen Postämter geschlossen werden, weiterhin Postgeschäftsstellen - Postpartner beziehungsweise Postservicestellen - geben. Für alle betroffenen Postämter würden somit postamtsähnliche fixe Einrichtungen geschaffen werden.

"Infrastruktur wird der Gewinnmaximierung geopfert"

Der Präsident des Kärntner Gemeindebundes, Hans Ferlitsch (S), wies beim "Post-Gipfel" auf die negativen Auswirkungen der Ämterschließungen im ländlichen Raum hin. Von den teilnehmenden Bürgermeistern wurde kritisiert, dass der Gewinnmaximierung die Infrastruktur im ländlichen Raum geopfert werde. Obwohl die Post rund 86 Mio. Euro Jahresgewinn aufweise, würden kleine Filialen wegrationalisiert.

Aufatmen können jedenfalls die Bewohner jener sechs Kärntner Gemeinden, die ihre gewohnten Postämter behalten. Es sind dies Diex (Bezirk Völkermarkt), Himmelberg und Sirnitz (Bezirk Feldkirchen), Deutsch-Griffen (Bezirk St. Veit/Glan) sowie Lind/Drautal und Mörtschach (Bezirk Spittal). (APA)

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