Vorarlberg: Egger wird nicht ausgeschlossen

10. Mai 2005, 22:50
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Bundes-FP will weiter mit der Landespartei kooperieren

Wien - Die Vorarlberger Freiheitlichen werden sich nun offenbar doch nicht von der Bundes-FPÖ abspalten. Man wolle gemeinsam einen "Kooperations-Weg" definieren, sagte Bundesparteichef Heinz-Christian Strache am Dienstag Abend nach einer Sitzung des FP-Vorstandes. Ländle-Chef Dieter Egger stand für Pressestatements nicht zur Verfügung.

Welche Form von Verbindung zwischen Landes- und Bundespartei konkret bestehen wird, konnte Strache allerdings nicht präzisieren. Es gebe von Seiten Vorarlbergs den Wunsch nach Eigenständigkeit, nicht aber auf Trennung. Die von der Ländle-FPÖ gewünschte Statutenänderung in Richtung rechtlicher und organisatorischer Unabhängigkeit sei heute zwar behandelt, aber noch nicht endgültig entschieden worden, sagte Strache.

Man sei aber "auf gutem Weg". Spätestens bis zum Sommer wolle man genau definieren, wie die Kooperation aussehen soll. Er sei auch zur nächsten Sitzung der Landesparteileitung eingeladen, berichtete Strache stolz. Die Bundespartei stehe jedenfalls - im Gegensatz zu seinen Vorgängern - positiv zum Föderalismus. Zu Ausschlüssen der Landesparteispitze aus der FPÖ, die er noch beim Landesparteitag angekündigt hatte, wird es nun nicht kommen. "Das ist vom Tisch", sagte Strache.

Eine gänzliche andere Sachlage gebe es freilich in Oberösterreich, wo sich die Landes-Freiheitlichen ebenfalls für einen von der Bundespartei eigenständigen Weg entschieden haben. Hier gebe es eine "längst geregelte Situation", spielte Strache auf die Ausschlüsse der dortigen Führung rund um Günther Steinkellner an. In der oberösterreichischen Basis gebe es eine klare Stimmung Pro-FPÖ. Er werde daher in den nächsten Tagen verstärkt in Oberösterreich unterwegs sein, kündigte der Parteichef an. (APA)

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