"Jahrhundert-Bahnprojekt" in Kärnten könnte möglich werden

13. Mai 2005, 08:34
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Untertunnelung der Strecke zwischen Klagenfurt und Velden schon seit längerem überlegt

Klagenfurt - Ein schon vor vielen Jahren angedachtes "Jahrhundert-Projekt" in Kärnten - die Untertunnelung der Bahnstrecke entlang des Wörthersees zwischen Klagenfurt und Velden - könnte jetzt Realität werden. Die Hypo-Alpe-Adria-Bank plant, von den ÖBB die derzeitige Bahntrasse zu kaufen und wieder an die ÖBB zurück zu vermieten. Ein Konsortium aus ÖBB und Hypo soll dann die Untertunnelung in Angriff nehmen.

Räumliche Neuordnung

Das Großprojekt wurde am Dienstag von Landeshauptmann Jörg Haider (B) und LHStv. Peter Ambrozy (S) nach einer Sitzung der Landesregierung offiziell gemacht. Die beiden Politiker sprachen von einer riesigen Investitionschance, die vor allem eine räumliche Neustrukturierung des gesamtes touristischen Bereiches am Nordufer des 16 Kilometer langen Wörthersee ermöglichen würde. Die Hypo würde nämlich im Falle eines solches Deals auch über die jetzt im Eigentum der ÖBB stehenden See nahen Grundstücke verfügen.

Haider wies darauf hin, dass im Falle der Realisierung dieses Aufsehen erregenden Projektes das gesamte Bahnproblem im Kärntner Zentralraum gelöst werden könnte, da damit auch eine Umfahrung des Verkehrsknotenpunktes Villach verbunden wäre. Er habe an Infrastrukturminister Vizekanzler Hubert Gorbach (B) jedenfalls schon die Rohpläne für das Projekt übergeben und dieser habe positiv reagiert. Die "Kärntner Woche" kolportierte in ihrer jüngsten Ausgabe einen Kaufpreis von 700 bis 800 Mio. Euro für die Bahntrasse. (APA)

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