Rom bekräftigt Widerstand gegen deutschen Sitz im UN-Sicherheitsrat

19. Mai 2005, 21:05
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Fini: Würde zur Spaltung der Weltorganisation führen

Rom - Italien hat seinen Widerstand gegen den deutschen Vorschlag zur Erweiterung des UNO-Sicherheitsrates betont. Der deutsche Vorschlag, wonach Berlin auch einen ständigen Sitz in dem Weltgremium erhält, würde zur Spaltung innerhalb der Weltorganisation führen, sagte Außenminister Gianfranco Fini am Dienstag in Rom.

Fini bezog sich auf den Berliner Vorschlag, wonach Deutschland, Japan, Indien, Brasilien sowie zwei afrikanische Länder als ständige Mitglieder in den Sicherheitsrat sollen. "Das wird Spaltungen eher als Einheit schaffen", sagte Fini. "Italien ist immer schon gegen dieses Reformmodell gewesen." Er fügte hinzu, Italien bestreite nicht grundsätzlich den Anspruch eines Landes auf einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat.

Gegenwärtig gehören dem Gremium die USA, Russland, Großbritannien, Frankreich und China ständig an. Im Herbst sollen die 191 UNO-Mitgliedstaaten über eine Reform entscheiden. Ob jedoch im Falle einer Erweiterung die neuen ständigen Mitglieder auch ein Vetorecht bekommen, gilt als unwahrscheinlich. (APA/dpa)

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