Weiter Ermittlungen wegen Vergewaltigungsvorwurf gegen Hallyday

11. Mai 2005, 22:57
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Berufungsrichter wollen Verfahren gegen Altrocker nicht einstellen

Aix-en-Provence - Die französische Justiz ermittelt weiter gegen den Altrocker Johnny Hallyday wegen des Verdachtes der Vergewaltigung einer Hostess. Diese Entscheidung der Ermittlungsrichter am Berufungsgericht von Aix-en-Provence gab der Anwalt der Klägerin am Dienstag bekannt. Die Frau wirft dem in Frankreich sehr populären Sänger vor, er habe sie im April 2001 auf seiner Yacht vergewaltigt.

"Gegen Unbekannt"

Offiziell richten sich die Ermittlungen gegen "Unbekannt", der bald 62-jährige Hallyday gilt dabei als Zeuge und nicht als Beschuldigter. Er bestritt die Vorwürfe der Hostess Marie-Christine Vo stets.

Die Untersuchungen waren 2003 in Gang gekommen. Im März mussten Ermittlungsrichter Philippe Dorcet und Michele Lys-Schaal in Nizza sie vorübergehend auf Eis legen. Gegen den Widerstand von Hallydays Anwälten bestand dann die Generalstaatsanwaltschaft Anfang April bei der mündlichen Verhandlung vor den Berufungsrichtern darauf, die Ermittlungen fortzusetzen.

Geschwächte Verteidigung

Vo gibt an, Hallyday habe sie nach einer ausgiebigen Zecherei auf seiner Privat-Yacht in der Bucht von Cannes vergewaltigt. Zwei Besatzungsmitglieder hatten dies gegenüber den Ermittlern bestritten. Im März wurden die beiden Männer wegen einer abgesprochenen Falschaussage selbst beschuldigt. Seitdem steht Hallydays Verteidigung deutlich geschwächt dar. (APA)

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