Neonazis und FPÖler haben beim Chaos Computer Club nichts zu suchen

19. Mai 2005, 11:19
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Hacker sprechen sich in einer am 8. Mai veröffentlichten Erklärung gegen Rassismus aus

In einer auf der Vereinshompage veröffentlichten Erklärung beziehen die Hacker des Chaos Computer Clubs (CCC) erstmals Stellung gegen Rassismus. Die Stellungnahme wurde am 8. Mai, dem 60. Jahrestag der Kapitulation von Nazideutschland, veröffentlicht.

"Jenseits der Akzeptanzgrenze"

Darin heißt es, dass der CCC "eine galaktische Gemeinschaft von Lebewesen, unabhängig von Alter, Geschlecht und Abstammung sowie gesellschaftlicher Stellung, offen für alle mit neuen Ideen" sei, aber wer "mit Ideen von Rassismus, Ausgrenzung auf uns zu kommt, hat sich vom Dialog verabschiedet und ist jenseits der Akzeptanzgrenze."

Unvereinbar mit einer Mitgliedschaft

Dementsprechend erklärt der CCC das "Vertreten von Rassismus und von der Verharmlosung der historischen und aktuellen faschistischer Gewalt für unvereinbar mit einer Mitgliedschaft." Dazu gehören insbesondere die Mitgliedschaft in oder Unterstützung einer rechtsextremen oder rechtsradikalen Organisation.

Neonazis und FPÖler haben beim Chaos Computer Club nichts zu suchen

Darunter verstehen die Hacker "neben zahlreichen 'Freien Kameradschaften' auch beispielsweise Gruppen wie die 'Deutsche Liga für Volk und Heimat', DVU, FPÖ, die 'Hilfsgemeinschaft Nationaler Gefangener', Lijst Pim Fortuyn (Partij LPF), NPD, ProKöln und Republikaner."(sum)

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