Heute: Rapid als Gast in der Südstadt

11. Mai 2005, 21:22
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Grün-Weiße Tormaschinerie macht bei der Admira Station - Hickersberger: "Gleiche Leidenschaft, gleicher Einsatzwille" - Thalhammer: "Spieler mit Köpfen nicht bei der Arbeit"

Maria Enzersdorf/Niederösterreich - Nur vier Tage nach dem grün-weißen 6:0-Kantersieg im Hanappi-Stadion kreuzen Fast-Meister Rapid und die Admira schon wieder die Klingen. Im Nachtragsspiel der 22. Runde spricht fast alles für den Rekordmeister: Die überragende Formkurve, die zu erwartende grün-weiße "Völkerwanderung" nach Maria Enzersdorf (rund 10.000 Rapid-Fans werden erwartet) und die klubinternen Probleme beim Gegner. Nur die Statistik gibt den Admiranern sowie den Rapid-Verfolgern GAK und Austria Hoffnung: Die Hütteldorfer haben nämlich die vergangenen drei Auswärtspartien in der Südstadt verloren (2:4,0:1,0:1).

Die Stimmung in Hütteldorf ist nach zwei Kantersiegen in Folge und dem zum Greifen nahen Meistertitel blendend. Auch Erfolgscoach Josef Hickersberger zeigt sich vor der Admira-Partie optimistisch: "Wir sind momentan sehr gut in Form. Wenn wir in Führung gehen, bin ich überzeugt, dass wir auch gewinnen", glaubt "Hicke", nicht ohne jedoch auch eine klare Warnung auszusprechen.

"Am Kräfteverhältnis zwischen den beiden Mannschaften dürfte sich innerhalb weniger Tage prinzipiell wenig ändern, doch die Admira brennt natürlich auf Rehabilitation. Die Admira verfügt über einige hervorragende Routiniers und ist jederzeit in der Lage, guten Fußball zu bieten." Die Statistik - bis dato letzter Rapid-Auswärtssieg gegen die Admira am 3. Mai 2003 (1:0) - wischt der Ex-ÖFB-Teamchef vom Tisch: "Ich habe vollstes Vertrauen in meine Mannschaft, alle Spieler werden am Mittwoch mit der gleichen Leidenschaft und dem gleichen Einsatzwillen wie in den letzten Matches ans Werk gehen."

Abgesehen von der zu erwartenden Super-Kulisse bei der "Grauen Maus" aus Niederösterreich (Fassungsvermögen 12.000) kann Rapid personell fast aus dem Vollen schöpfen, mit dem langzeitverletzten Teamverteidiger Martin Hiden (Kreuzbandriss) fällt nur ein Spieler aus. György Korsos steht erstmals seit seinem im Cup-Spiel in Mattersburg erlittenen Rippenbruch wieder im Aufgebot. Der derzeit aus allen Lagen treffende Stürmer Axel Lawaree, der seit 16. März neun Pflichtspieltore erzielt hat, wird sein 50. Rapid-Spiel absolvieren.

Während Rapid auf Wolke sieben schwebt, ist Admira-Coach Dominik Thalhammer derzeit nicht zu beneiden. "Die Spieler sind seit ein, zwei Wochen mit ihren Köpfen nicht mehr bei der Arbeit. Das ist schlecht, aber irgendwie menschlich. Und im Fußball geben eben diese wenigen Prozentpunkte den Ausschlag", stellte Thalhammer angesichts der ungewissen Zukunftslage des aktuellen Admira-Kaders knallhart fest.

Dennoch ist - zumindest beim Trainer - die Kampfeslust noch deutlich zu spüren. "Rapid ist fast schon Meister, tut sich bei uns aber bekanntlich sehr schwer. Hoffentlich hat sich Herr Hickersberger den Zigarillo nicht zu früh angezündet."

Eine neue Rekordkulisse für Admira-Heimspiele wird es trotz der erwarteten Rapid-Invasion nicht geben. 1976 waren gegen Rapid 15.000 Fans im Stadion, 1989 ebenfalls gegen Rapid sowie 1991 beim Meisterstück der Austria (2:2) waren jeweils rund 13.000 in die Südstadt gepilgert.(APA)

22. RUNDE:

  • Admira - Rapid (Bundesstadion Südstadt, 19:30 Uhr, SR Einwaller). Bisherige Saisonergebnisse: 1:2 (a), 1:0 (h), 0:6 (a)

    Admira: Szamotulski - Hatz, Pashazadeh, Kafkas, Labant - Iwan, Enrico Kulovits/Thonhofer, Bjelica, Ledwon, Wolf - Janko Ersatz: Kral - Oravec, Lederer, Peraica, Matyus, Osoinik, Suchard Fraglich: Enrico Kulovits (angeschlagen) Es fehlen: Ortner, Razzaghi (beide verletzt)

    Rapid: Payer - Markus Hiden, Valachovic, Feldhofer, Katzer - Hofmann, Martinez, Hlinka, Ivanschitz - Kincl, Lawaree Ersatz: Maier - Kienast, Dosek, Stefan Kulovits, Burgstaller, Korsos, Garics, Sturm Es fehlt: Martin Hiden (verletzt)

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Admira sollte diesmal mehr Gegenwehr zeigen als zuletzt.

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