Mindestens 30 Tote bei Rebellen-Angriffen

16. Mai 2005, 17:00
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Mehrere Polizeiposten im Osten des Landes überfallen

Kathmandu - Maoistische Rebellen haben im Osten von Nepal nahezu zeitgleich drei Polizeiposten überfallen. Bei den Angriffen in der Nacht zum Dienstag kamen nach offiziellen Angaben mindestens 26 Aufständische und vier Sicherheitskräfte ums Leben. Mehrere Polizisten wurden vermisst. Zunächst war unklar, ob sie geflüchtet oder von Rebellen verschleppt worden waren.

Die Überfälle ereigneten sich in Bandipur, Mirchaya und Dharapani, entlang der Schnellstraße, die das Land in Ost-West-Richtung durchquert. Die maoistischen Rebellen kämpfen seit neun Jahren für eine Abschaffung der Monarchie. Der Konflikt kostete bisher etwa 11.500 Menschen das Leben.

Die Gewalt der Aufständischen hat zugenommen, seit König Gyanendra am 1. Februar die Regierung entlassen und Bürgerrechte eingeschränkt hat. Er begründete die Maßnahmen mit dem Aufstand der Rebellen. Der Ausnahmezustand wurde Ende April wieder aufgehoben. Eine US-Gesandte äußerte sich unterdessen besorgt über die politische Situation in Nepal. Unterstaatssekretärin Christine Rocca kam in Kathmandu mit Vertretern von Opposition und Regierung zusammen. Am Dienstag wollte sie König Gyanendra treffen. (APA/AP)

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    Soldaten auf Patrouille in Kathmandu

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