Platters Brautschau für's Heer

10. Mai 2005, 13:36
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Die Bezahlung von Soldatinnen in Ausbildung soll erhöht werden

Wien - "Der Dienst im Bundesheer wird durch das Wehrrechtsänderungsgesetz noch attraktiver", teilte am Dienstag Verteidigungsminister Günther Platter in einer Aussendung mit. "Zentraler Inhalt der Novelle ist der Ausbildungsdienst Neu", verwies Platter auf das im Ministerrat befasste Wehrrechtsänderungsgesetz 2005.

"Frauen haben mit dem Einstieg ins Bundesheer im Unterschied zu Grundwehrdienern bereits eine Berufsentscheidung getroffen", so Platter. "Deshalb werde ich die Bezahlung für Frauen im Ausbildungsdienst sowie für Männer, die sich schon während des Grundwehrdienstes für eine Karriere beim Heer entscheiden, auf 824,- Euro netto erhöhen."

"Die höhere Bezahlung ist in Zukunft ebenfalls ein Anreiz für den Ausbildungsdienst", betonte der Verteidigungsminister. "Statt bisher 256,- Euro werden Frauen in Zukunft 824,- Euro monatlich erhalten." Ab dem siebten Monat sei aufgrund der Dienstgradzulage eine Erhöhung auf 869,- Euro möglich.

Weitere "Zuckerl"

"Soldatinnen und Soldaten werden künftig während des gesamten Ausbildungsdienstes Anspruch auf Familienunterhalt und auf Wohnkostenbeihilfe haben", erklärte der Minister. Bisher sei dies nur in den ersten sechs Monaten der Fall gewesen. "Durch die Neuregelung der körperlichen Leistungskriterien erwarte ich außerdem einen deutlich höheren Frauenanteil beim österreichischen Bundesheer", so Platter.

Der zwölf Monate dauernde Ausbildungsdienst war bisher nur für Frauen möglich und deutlich geringer bezahlt. Nun wird er sowohl für Soldatinnen als auch für Soldaten angeboten. "Männern wird die Zeit des Ausbildungsdienstes auf den Grundwehrdienst angerechnet", sagte Platter. (red)

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