Forscher entwickeln Bluttest für Eierstockkrebs

17. Mai 2005, 11:10
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Früherkennung könnte Überlebenschancen verbessern - Fehlende Symptome verhinderten bisher frühe Diagnose

Washington - US-Forscher haben einen Bluttest zur Früherkennung von Eierstockkrebs entwickelt. Eine frühe Diagnose könne die Überlebenschancen erheblich verbessern, scheitere in der Regel aber am Fehlen deutlicher Symptome, schreiben die Mediziner in den "Proceedings of the National Academy of Sciences" der US-Akademie der Wissenschaften.

Das Team um Gil Mor von der Yale-Universität in New Haven (US-Bundesstaat Connecticut) vergleicht vier so genannte Biomarker im Blut: Leptin, Prolaktin, Osteopontin und den Insulin-ähnlichen Wachstumsfaktor II. Wenn die Spiegel von mindestens zweien dieser Proteine in einen jeweils vordefinierten Bereich fallen, schlägt der Test Alarm.

Trefferquote: 95 Prozent

In einem ersten Praxisversuch erkannte die Methode immerhin 95 Prozent der damit untersuchten Krebspatientinnen korrekt. Allerdings lieferte sie auch bei jeder 20. gesunden Frau eine - falsche - Krebsdiagnose. Bei einem Routinetest (Screening) würden daher erheblich mehr falsche als korrekte Krebsdiagnosen anfallen. Für die korrekt erkannten Krebspatientinnen wäre eine Früherkennung allerdings von großem Nutzen: Während den Krebs im ersten Stadium bis zu 90 Prozent der Betroffenen überleben, sinkt diese Rate schon im zweiten Stadium auf weniger als 60 Prozent. (APA/dpa)

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