War der FC Barcelona zu indiskret?

23. Mai 2005, 19:27
18 Postings

"Financial Times": Katalanen haben Chance auf Mega-Brustsponsor- Deal mit Peking verspielt - Olympia-Organisatoren bestreiten den Kontakt

Peking - Das Pekinger Organisationskomitee für die Olympischen Spiele 2008 (BOCOG) hat bestritten, mit Spaniens Fußballclub Barcelona über einen 150 Millionen Euro-Werbevertrag verhandelt zu haben. Es habe "niemals irgendeinen Kontakt" gegeben, teilte das Komitee am Dienstag mit, obwohl der Präsident des spanischen Traditionsclubs, Joan Laporta, vergangene Woche dafür eigens nach Peking gereist sein soll.

Dass der Club auf Spielertrikots für Olympia 2008 in Peking werben sollte, wie spanische Medien berichtet hatten, taten die chinesischen Organisatoren schlicht als "Gerücht" ab: "Das gibt es nicht."

Chance verspielt?

Nach spanischen Presseberichten will der katalanische Club erstmals in seiner 105-jährigen Geschichte Trikotwerbung zulassen. Das Geschäft mit Peking sollte einer der teuersten Werbeverträge in der Fußballgeschichte werden. Im Gegensatz zu dem BOCOG-Dementi hatte der Club zuvor noch mitgeteilt, Fortschritte in den Verhandlungen in China gemacht zu haben, wie auch die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Hinweis auf spanische Medien berichtet hatte. Es war von einem Fünfjahres-Vertrag mit 19 Millionen Euro jährlich sowie Extrazahlungen und Internet-Werbung, Image-Rechten und einer Tournee mit drei Spielen in China die Rede.

Nach einem Bericht der "Financial Times" könnten allerdings die Chancen für eine Vereinbarung verspielt worden sein, indem der FC Barcelona die Verhandlungen vergangene Woche bekannt gemacht hat. Chinesische Medien bezweifelten aber auch, dass Peking so viel Geld für Olympia-Werbung bei einem europäischen Fußballclub ausgeben würde.(APA/dpa)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    War Joan Laporta zu gesprächig?

Share if you care.