Bild.de zeigt Kussfotos des "Polit-Schnuckelchens" - Fiona Swarowski: "Schließe Hochzeit nicht aus"
Die Millionenerbin Fiona
Swarovski denkt an eine
Heirat mit Finanzminister Karl-Heinz Grasser: Sie schließe weder eine
Hochzeit noch ein Kind mit Grasser aus, sagte die 40-Jährige in einem
ausführlichen Interview mit der Mailänder Tageszeitung "
Corriere
della Sera" (Dienstags-Ausgabe). Grassers Privatleben war indessen auch Gegenstand einer Reportage in der deutschen Boulevard-Tageszeitung "Bild".
Der Skandal - die Info-Illustrierte "News" hatte Fotos
veröffentlicht, auf denen sie und der Finanzminister auf dem
Flughafen Charles de Gaulle in Paris Zärtlichkeiten austauschen -
habe sie stark mitgenommen. "Es war nicht angenehm, es ist mir sehr
schlecht gegangen. Ich bin keine Frau des Skandals, auch wenn ich
zwei Mal geheiratet habe und drei Kinder von zwei verschiedenen
Männern habe", meinte Swarovski.
"Die Liebe hat gesiegt"
"In meiner Beziehung zu Karl hat die Liebe gesiegt. Ich war
jedenfalls eine freie Frau, und dies zum ersten Mal in meinem Leben
über ein Jahr lang. Und er war nicht verheiratet", meinte die Erbin
der Kristalldynastie Swarovski. Das Wochenende in Paris sei ihr
erstes Treffen mit dem Minister allein gewesen. "Es war wie ein
Blitz. Danach habe ich mich schuldig gefühlt, ich wollte mich
zurückziehen und aus Rücksicht zu dieser jungen Frau (Grassers -
damaliger - Verlobter Nathalia Corrales-Diez, Anm.) verschwinden.
Wenn wir uns nicht so lieben würden, hätten wir nicht weiter
gemacht", betonte die 40-Jährige.
"Es gibt drei Dinge, die man nicht kaufen kann: Zeit, Liebe und
Freunde. Wenn man die Möglichkeit hat, muss man diese Dinge beim
Schopf packen, ansonsten vergehen sie. Das Leben ist zu kurz, um eine
Beziehung zu erdulden, die nicht funktioniert", sagte die brünette
Millionärin.
"Ich habe Vertrauen
Auf die Frage, ob ihr die vier Jahre, die sie älter ist als
Grasser, zu schaffen machen, antwortete Fiona Swarovski: "Der
Altersunterschied belastet mich sehr, aber ich denke nicht daran."
Sie sei auch nicht eifersüchtig: "Ich habe Vertrauen".
Fiona Swarovski dementierte übrigens einen aktuellen Flirt mit dem
Chef des Formel 1-Rennstalls Renault, Flavio Briatore. "Flavio ist
seit Jahren ein Freund. Wegen eines Fotos bei einer Geburtstagsparty
auf Capri gab es im Internet eine Umfrage: 'Wer ist Fiona Swarovskis
Mann? Karl oder Flavio?' - Ich bin unkonventionell, eine Zigeunerin,
ein ungezähmtes Pferd. Aber ich lebe nicht von einer Party zur
nächsten. Ich habe meine Kinder, meine Arbeit, und wenn ich kann,
verbringe ich Zeit mit Freunden. Bald werde ich den Platz meiner
Mutter im Aufsichtsrat der Firma Swarovski übernehmen. Ich kann nicht
still sitzen. Ich stürze mich immer mit Enthusiasmus in neue
Abenteuer."
Kein "Jetset-Minister"
Fiona verteidigte Karl Heinz Grasser überdies gegenüber dem
Vorwurf, ein "Jetset-Minister" zu sein. "Er steht um 06.00 Uhr auf.
Ich weiß es, weil wir miteinander um 6.30 Uhr telefonieren. Er
arbeitet und kehrt nicht vor Mitternacht nach Hause zurück. Dass er
am Wochenende das tut, was er will, finde ich gerecht. Manchmal
arbeitet er auch am Wochenende, doch wenn ich kann, besuche ich ihn",
so Fiona.
Die Paparazzi-Bilder vom letzten gemeinsamen Weekend-Trip nach Capri publizierte die Hamburger Bild online. Sie zeigen das "Polit-Schnuckelchen" und die "Kristall-Erbin" in Badeshorts und Bikini innig küssend in einer Grotte. "Dieser Finanzminister hat alles im Griff" meint Bild.de in Anspielung auf den vergleichsweise wenig glamourösen deutschen Finanzminister Hans Eichel, der ein Budgetdefizit von 3,7 Prozent verwalten muss. Grasser wollte die Medienberichte nicht kommentieren. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel meinte, er habe "seine tägliche Dosis Bild" noch nicht konsumiert.(APA, tó, DER STANDARD Printausgabe, 11.05.2005)