In St. Pöltner Geschäften Hanfpflanzen und "Zauberpilze" verkauft

11. Mai 2005, 08:37
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Ermittlungen führten zu mutmaßlichem Dealer im Bezirk Baden

Einen Erfolg im Kampf gegen die Drogenszene haben St. Pöltner Suchtgiftfahnder nach Angaben der BPD (Bundespolizeidirektion) erzielt. Nach längeren verdeckten Ermittlungen wurden in zwei Geschäften in der Stadt und im Wohnhaus eines Betreibers Hausdurchsuchungen durchgeführt, die sich als "ergiebig" erwiesen: Rund 400 - in Indoor-Anlagen selbst gezüchtete - Hanfpflanzen wurden sichergestellt.

Laut der Aussendung hatte der dringende Verdacht bestanden, dass neben legalen Waren auch diverse Suchtgifte wie Hanfpflanzen und mexikanische sowie hawaiianische "Zauberpilze" und "philosophische Stones", so genannte "Trüffel" mit den verbotenen Wirkstoffen Psilocin oder Psilocibin, sogar mit Gebrauchsanweisung verkauft wurden. Diese "Zauberpilze" waren bei den Konsumenten sehr beliebt, nach Schätzungen der Fahnder fanden rund 700 Päckchen ihre Abnehmer. Als Bezugsquelle wurde ein Grazer Importeur ermittelt, bei dem in der Folge eine größere Menge beschlagnahmt wurde. Die Verdächtigen wurden auf freiem Fuß angezeigt.

Hausdurchsuchung

Im Zuge der Vernehmungen kamen die Suchtgiftermittler einem Lieferanten in Tribuswinkel auf die Spur. In Zusammenarbeit mit der Suchtgiftgruppe des Bezirkes Baden wurde dieser mutmaßliche Dealer ausgeforscht: Bei einer Hausdurchsuchung wurden weit mehr als 3.000 Hanfpflanzen bzw. Stauden in allen Größen sichergestellt. Zum Abtransport der großen Menge an beschlagnahmtem Marihuana waren mehrere Lkw-Fahrten erforderlich.

Die BPD warnte in der Aussendung nachdrücklich vor dem Genuss der "Zauberpilze". Die enthaltenen psychotropen Wirkstoffe würden zu schweren gesundheitlichen bzw. neurologischen Schäden führen - angeführt wurden starke psychische Veränderungen, Zwangsgedanken und Gedächtnislücken) - und könnten auch den so genannten "Bad Trip" (Horror-Trip) auslösen. (APA)

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