Pentagon gegen Verschiebung des Truppenabzugs aus Deutschland

13. Mai 2005, 12:16
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Vorstoß einer unabhängigen Kommission abgewiesen

Washington - Das US-Verteidigungsministerium hat eine Verschiebung des geplanten Truppenabzugs aus Deutschland abgelehnt. Der Zeitplan für die Heimkehr der Truppen sei sorgfältig innerhalb der Regierung sowie mit dem Kongress und den ausländischen Partnern abgestimmt, betonten hochrangige Mitarbeiter des Pentagon am Montag in Washington. Sie reagierten damit auf den Bericht einer unabhängigen Kommission, die den Zeitrahmen als zu eng kritisiert hatte.

70.000 Soldaten sollen abgezogen werden

Nach den Plänen des Pentagon sollen zwischen 2006 und 2011 rund 70.000 Soldaten aus Europa abgezogen werden. Am stärksten betroffen ist Deutschland, von wo die Erste Panzerdivision und die Erste Infanteriedivison heimkehren sollen. Beide Divisionen haben zusammen 30.000 Soldaten. An Stelle der beiden Divisionen soll eine so genannte Stryker-Kampfbrigade mit 3.600 Soldaten in Deutschland stationiert werden.

Die vom Kongress eingesetzte Kommission kritisierte, es gebe keine Notwendigkeit, den Abzug schon im vorgesehenen Zeitrahmen zu vollziehen. Durch einen überhasteten Abzug könnten die "operativen Fähigkeiten" der US-Streitkräfte beeinträchtigt werden, warnte das Gremium. Auch seien in den USA noch nicht die Vorbereitungen für die Heimkehr zehntausender Soldaten und ihrer Familien getroffen worden. Aus dem Pentagon hieß es dazu, während des gesamten Konsultationsprozesses habe es hinsichtlich der Geschwindigkeit des Abzugs keinerlei Bedenken gegeben. (APA)

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