Kuba bezeichnet USA bei Siegesfeiern als "Viertes Reich"

25. Mai 2005, 18:07
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Kritik an Washington: "Sie praktizieren eine faschistische Militärdoktrin"

Havanna - Kuba hat bei einer Feier zum 60. Jahrestages des Sieges über Nazi-Deutschland seinem Erzfeind USA vorgeworfen, als "Viertes Reich" eine faschistische Politik zu betreiben. "Sie praktizieren eine faschistische Militärdoktrin", sagte der Präsident der kubanischen Nationalversammlung, Ricardo Alarcon, am Montag bei einer Zeremonie vor einem Denkmal für sowjetische Soldaten außerhalb der Hauptstadt Havanna.

Die USA pochten auf ihr Recht, mit ihrer mächtigen Militärmaschinerie jeden ohne jegliche Rechtfertigung anzugreifen, fügte Alarcon in Anspielung auf die US-Invasion im Irak hinzu. "Das Vierte Reich wird besiegt werden. Im 21. Jahrhundert wird es den endgültigen Sieg über den Faschismus geben."

"Faschisten: Made in USA"

An den Feierlichkeiten nahmen auch die Vizepräsidentin der russischen Duma, Ljubow Sliska, und der kubanische Verteidigungsminister Raul Castro teil. Sliska und Raul Castro, der jüngere Bruder und designierte Nachfolger Präsident Fidel Castros, legten Blumen an dem Denkmal für 67 sowjetische Soldaten nieder, die während ihrer Stationierung auf Kuba bei Unfällen getötet worden oder eines natürlichen Todes gestorben sind.

Die kommunistische Regierung Kubas benutzt häufig Vergleiche mit Nazi-Deutschland, um die US-Regierung anzugreifen. Auf einem großen Plakat gegenüber der diplomatischen Vertretung der USA in Havanna sind neben einem großen Hakenkreuz US-Soldaten zu sehen, die im Gefängnis Abu Ghraib irakische Gefangene misshandeln. Daneben steht geschrieben: "Faschisten: Made in USA" (Reuters)

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    Raul Castro mit Ljubow Sliska

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