Kampf der Krampfader ... mit Schaum

23. Mai 2005, 13:46
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Einmal injiziert, dehnt er sich innerhalb der Gefäße aus und erzielt besseren Kontakt mit den Venenwänden als Flüssigkeiten

London - Das Injizieren eines Schaums, der sich in den Gefäßen ausdehnt, ist bei der Behandlung von Krampfadern erfolgreich. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Ealing Hospital gekommen. 20 bis 30 Prozent der Erwachsenen erkranken in einem höheren Lebensalter oder während der Schwangerschaft an Krampfadern. Neben einem unerfreulichen Anblick können sie Schmerzen verursachen, pochen und jucken. Laut George Geroulakos wurden jetzt mehr als 50 Patienten erfolgreich mit dem neuen Verfahren behandelt.

Verfahren zur Verödung der Venen mittels Injektion eines Wirkstoffes werden seit Jahren eingesetzt. Verödungen werden unter lokaler Betäubung durchgeführt und verursachen nur kleine Narben. Laut Geroulakos können Patienten nach der Behandlung mit dem neuen Verfahren bereits nach einigen Tagen wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren. Der Einsatz eines Schaumes in Kombination mit Ultraschall gehört zu den neueren Behandlungsansätzen. Im Gegensatz zu einer Flüssigkeit wird der Schaum nach der Injektion nicht verdünnt. Aus diesem Grund ist die benötigte Menge kleiner und bleibt länger in der Vene. Die Wirkung des Schaums beruht auf der Beseitigung des Blutes. Er ist in der Lage einen besseren Kontakt mit der Innenseite der Venenwände zu erreichen. Alle diese Faktoren wiesen laut Geroulakos auf eine verbesserte Wirksamkeit hin.

Tritt eine Flüssigkeit der Vene aus, kann das zu einer Wunde führen oder zu einem Geschwür. "Wir gehen davon aus, dass die Gefahr von Komplikationen mit dem Schaum geringer ist. Zusätzlich kann man mit dem Ultraschall genau sehen, wo sich der Schaum befindet. Konkret wird jede einzelne Vene sichtbar. Was ein großer Vorteil ist." Geroulakos behandelt Patienten seit zwei Jahren mit dem neuen Verfahren. Die ersten und vorläufigen Ergebnisse seien viel versprechend. Voraussagen über einen längeren Zeitraum seien derzeit noch nicht möglich. Rund ein Fünftel der Patienten, deren Venen operativ entfernt wurden, müssen sich innerhalb von fünf Jahren einem erneuten Eingriff unterziehen. Es ist derzeit nicht bekannt, ob die Behandlung mit dem Schaum ähnliche Folgen haben kann. Eine einzelne Schauminjektion ist laut BBC für einen halben Meter Vene ausreichend. Nach dem Eingriff ist zwei Wochen lang ein Spezialstrumpf zu tragen. Anschließend sind sie für eine weitere Woche nur noch tagsüber erforderlich. (pte)

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