Zwei Jahre Haft für geplantes Attentat auf Moschee in Niederlanden

10. Mai 2005, 18:55
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Gericht befindet 20-jährigen Mann für schuldig befunden, Vorbereitungen für einen Anschlag getroffen zu haben

Den Haag - Weil er einen Brandanschlag auf eine Moschee im Süden der Niederlande geplant hatte, ist ein 20-jähriger Mann zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Wie die Nachrichtenagentur ANP am Montag berichtete, befand das Gericht in Den Haag, dem Angeklagten könne zwar nicht nachgewiesen werden, dass er tatsächlich versucht hatte, die Moschee in Venray in Brand zu stecken. Er habe aber Vorbereitungen für einen Anschlag auf das Gebäude getroffen. Der junge Mann erhielt ein weiteres Jahr auf Bewährung. In dem Fall wurden bereits drei weitere Angeklagte zu bis zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.

Das Gericht betonte, es messe dem "negativen Beitrag zu einer Atmosphäre der Angst und Unsicherheit" des verhinderten Attentäters große Bedeutung zu. Der Mann hatte den Anschlag nur wenige Tage nach dem Mord an dem niederländischen Filmemacher Vincent van Gogh durch einen mutmaßlichen Islamisten vorbereitet.

Van Gogh war am 2. November auf offener Straße in Amsterdam niedergestochen und erschossen worden. An seiner Leiche hatte der Mörder einen Brief hinterlassen, in dem unter anderem die niederländische Parlamentsabgeordnete Ayaan Hirsi Ali bedroht wurde. Sie hatte das Drehbuch von Van Goghs islamkritischem Kurzfilm "Submission" überarbeitet, nach dessen Ausstrahlung Van Gogh Morddrohungen erhalten hatte. (APA)

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