Lizenz: Für Bregenz wird es langsam eng

14. Mai 2005, 13:15
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Vier betroffene Klubs legten Protest gegen Lizenzentzug ein Admira, Bregenz, Untersiebenbrunn und Wörgl brachten neue Unterlagen ein

Wien - Nach eigenen Angaben haben die Admira, SW Bregenz, SV Wörgl und SC Untersiebenbrunn am Montag bei der österreichischen Fußball-Bundesliga fristgerecht Protest gegen die Verweigerung der Spielgenehmigung für die kommende Saison eingelegt. Dem Quartett wurde in erster Instanz vom Senat 5 die Lizenz verweigert, nun muss das Protestkomitee bis spätestens 17. Mai entscheiden.

Sollte den betroffenen Klubs auch vom Protestkomitee die Genehmigung nicht erteilt werden, bestünde noch bis 24. Mai die Möglichkeit einer Klage vor dem Ständig Neutralen Schiedsgericht. Diese letzte Instanz hätte bis 31. Mai zu entscheiden, denn an diesem Tag muss die Bundesliga der UEFA die Liste der lizenzierten Vereine für die Saison 2005/06 übermitteln.

Der geschäftsführende Admira-Präsident Hans Werner Weiss geht aber nicht davon aus, dass sein Klub bis Ende Mai bangen muss. "Ich erwarte keine Probleme. Wir mussten nur noch einige Dokumente im Zusammenhang mit der Partnerschaft mit Group 32 nachreichen." Ähnlich optimistisch äußerten sich auch die Obmänner von Wörgl und Untersiebenbrunn, Andreas Widschwenter und Werner Magyer.

Schwierig dürfte es auf jeden Fall für SW Bregenz werden, obwohl sich Klub-Boss Hans Grill optimistisch zeigte. Tatsache ist aber dass Hauptsponsor und Vereins-Namensgeber Casinos Austria ausgestiegen ist und die Bregenzer in ihren an die Bundesliga übermittelten Unterlagen laut Manager Josef Kaiser mit einem neuen Geldgeber spekulieren, der 70 Prozent des Betrages der Casinos aufbringt. Allerdings hat die Suche nach einem neuen Mäzen nach den Angaben von Grill bisher "noch nichts Konkretes" gebracht.

Für die nächste Saison fehlen laut Grill 350.000 Euro. Am Montagnachmittag erklärte er vor Journalisten, dass die im laufenden Spieljahr fehlenden rund 175.000 Euro durch eine Haftung gedeckt seien. Auf Details zu dieser Haftung wollte Grill allerdings nicht eingehen.

Grill sagte weiters, dass er als Präsident definitiv aufhören wolle, wenn es einen Nachfolger gebe. Eine mögliche Übernahme des Vereins durch Alutop-Chef Gerhard Ströhle ist laut Grill endgültig geplatzt.(APA)

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    Bregenz ist nicht nur sportlich am Tiefpunkt.

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