System zur Identifizierung von Fingerabdrücken in Betrieb

11. Mai 2005, 08:42
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Handflächenabdrücke können ebenso erkannt werden wie Teile von Fingerabdrücken

Wien - Das Bundeskriminalamt (BK) in Wien hat ein automationsunterstütztes Fingerabdrucks-Identifizerungs- Zentralsystem, kurz AFIS, in Betrieb genommen, das für die Polizei einige Erleichterungen bringt: Es kann Handflächenabdrücke identifizieren sowie Teile von Fingerabdrücken. Durch diese technische Neuerung wurden während des Probebetriebs Anfang März die Briefträger-Überfälle in Wien geklärt.

Polizeidienststellen werden schrittweise ausgestattet

Nach und nach werden Polizeidienststellen in Österreich mit Livescannern oder Card-Scan-Stationen ausgestattet, was einen umgehenden Abgleich von Finger- oder Handflächenabdrücken ermöglicht. Bisher wurden Fingerabdrücke per Post nach Wien geschickt und verglichen. Bis das Ergebnis zurückkam, vergingen unter Umständen zwei Wochen.

Abdrücke werden direkt eingelesen

Bei Livescannern, die zum Teil bereits im Grenzdienst und im Asylwesen in Betrieb sind, werden Abdrücke direkt eingelesen. Bei Card-Scan-Stationen werden Fingerabdrücke wie bisher auf Papier abgenommen, das dann eingelesen wird. Im Laufe des kommenden Jahres soll die Endausstattung abgeschlossen sein. Die Fingerabdrucks- Datenbank des BK umfasst derzeit rund 700.000 Datensätze. 330.000 davon sind Fingerabdrücke von Straftätern. Im vergangenen Jahr hat es mehr als 18.000 "Treffer" gegeben.

AFIS neu ist ein Teil des Projektes "Erkennungsdienst Neu". In diesem Rahmen wird auch eine digitale Lichtbilddatenbank errichtet. (APA)

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