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9. Mai 2005, 21:48
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| 2. Mai 2005 |--- | PRESSEINFORMATION |---

|--- | Ergebnis der öffentlichen Jury-Sitzung: display your dissent! |--- | "Karfreitag 2005" ist Sieger im 2005-kritischen Kurzfilm-Wettbewerb |---

Am Samstag, 30. April 2005, wurde im minus2005 Kurzfilm-Wettbewerb ein Siegerprojekt gekürt. In einer öffentlichen Sitzung trafen die Jurymitglieder Ruth Beckermann (freie Autorin, Filmschaffende), Barbara Eppensteiner (Programmintendantin Community TV Wien), Araba Evelyn Johnston-Arthur (PAMOJA, Diagonale 05) und Christoph Weihrich (Sixpack Film) nach mehr als 5 Stunden eine knappe Mehrheitsentscheidung.

Unter den 36 eingereichten Filmen wurde die Arbeit "Karfreitag 2005" ausgewählt. Dieser Film ist auf der Internet-Plattform zu sehen unter:

http://oesterreich-2005.at/projekte/wettbewerb/1114970441

Der Filmwettbewerb wurde von der IG Kultur Österreich mit Unterstützung von Public Netbase realisiert und war ein wichtiger Bestandteil in der kritischen Auseinandersetzung mit dem so genannten "Gedankenjahr". Sein Ziel war es, den gängigen Bildern und historischen Erzählungen in den Medien jene Bilder entgegen zu setzen, die nicht oder kaum zu sehen sind. Diese selbstbestimmte Form der Geschichtsdarstellung sowie auch die gestalterische Umsetzung haben die Jury zu ihrem Entschluss bewogen, den Kurzfilm "Karfreitag 2005" auszuwählen.

Der Film soll nun bis Ende des Jahres in österreichischen Kinos einem breiten Publikum vorgestellt werden. Ebenso ist eine DVD mit allen 36 eingereichten Projekten geplant, an deren Produktion und Vertrieb bereits gearbeitet wird.

Kurzbeschreibung Die Menschen, die selbst noch vom Krieg erzählen können, sterben. Auch die Hauptperson des Films, der Vater, ist dabei zu sterben – durch Verweigerung der Nahrungsaufnahme. Am Leben erhalten wird er von seiner Frau, die ihn mit Kraftnahrung füttert. Damit er sie schluckt, mischt sie Rum dazu. Der Vater hat einen speziellen Erinnerungsmodus an den Krieg entwickelt: Er fastet traditionell am Karfreitag, dem Tag seiner Gefangennahme. Das Fasten hat für ihn nicht eine christliche Bedeutung, sondern eine private. Respektiert wird sein Fasten von seiner Frau wegen der christlichen Tradition. Am Karfreitag darf er tun, was er mittlerweile jeden Tag tun möchte: Fasten.

|--- | 2005: odyssee im staatsraum – display your dissent! |http://oesterreich-2005.at/wettbewerb |--- | IG Kultur Österreich | http://www.igkultur.at/ |--- | Public Netbase | http://www.t0.or.at/ |---

http://oesterreich-2005.at/projekte/wettbewerb/video_view?nr=34&winner=1 http://oesterreich-2005.at/projekte/wettbewerb/
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