"Alles auf Zucker" für Dani Levy beim Deutschen Filmpreis

17. Mai 2005, 12:26
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Mit zehn Nominierungen geht deutsch-jüdische Familienkomödie als Favorit ins Rennen - Gute Startposition auch für "Die fetten Jahre sind vorbei"

Berlin - Mit zehn Nominierungen geht die deutsch-jüdische Familienkomödie "Alles auf Zucker" von Dani Levy als großer Favorit in das Rennen um den Deutschen Filmpreis. Volker Schlöndorffs Holocaust-Drama "Der neunte Tag" folgt mit acht Nominierungen. In der Kategorie Bester Spielfilm konkurrieren außerdem "Sophie Scholl - Die letzten Tage" von Marc Rothemund, "Die fetten Jahre sind vorbei" von Hans Weingartner, "Agnes und seine Brüder" von Oskar Roehler und "Der Wald vor lauter Bäumen" von Maren Ade um die begehrte Trophäe. Das teilten die Deutsche Filmakademie und Kulturstaatsministerin Christina Weiss am Montag in Berlin mit.

Der mit insgesamt fast 2,9 Millionen Euro dotierte Filmpreis, die Lola, wird am 8. Juli in Berlin in 16 Kategorien verliehen.

Nur drei Nominierungen für Eichingers "Der Untergang"

Bernd Eichingers Film "Der Untergang" erhielt nur drei Nominierungen: Hitler-Darsteller Bruno Ganz tritt in der Kategorie Beste männliche Hauptrolle gegen Ulrich Matthes und August Diehl (beide "Der neunte Tag") sowie Henry Hübchen ("Alles auf Zucker") an. Für die beste weibliche Nebenrolle sind die "Untergang"- Darstellerinnen Corinna Harfouch und Juliane Köhler neben Katja Riemann ("Agnes und seine Brüder") und Ingeborg Westphal ("Kammerflimmern") nominiert.

Weibliche Haupt-, männliche Nebenrollen

Für die Kategorie Beste weibliche Hauptrolle wählte die Filmakademie Hannelore Elsner ("Alles auf Zucker"), Julia Jentsch ("Sophie Scholl - Die letzten Tage") und Jessica Schwarz ("Kammerflimmern") aus. Als beste männliche Nebendarsteller sind Udo Samel ("Alles auf Zucker"), Uwe Ochsenknecht ("Vom Suchen und finden der Liebe") und Burghart Klaußner ("Die fetten Jahre sind vorbei") nominiert.

Dani Levy, Volker Schlöndorff und Hans Weingartner rittern um Beste Regie

Chancen in der Kategorie Beste Regie haben Dani Levy, Volker Schlöndorff und Hans Weingartner. Levy ist für "Alles auf Zucker" außerdem für das beste Drehbuch nominiert, sein Film für den besten Schnitt, das beste Szenenbild, die besten Kostüme und die beste Filmmusik.

Kinder- und Jugendfilm, Dokumentarfilme

In der Kategorie Bester Kinder- und Jugendfilm gehen "Die Wilden Kerle 2" von Joachim Masannek und "Lauras Stern" von Thilo Graf Rothkirch und Piet de Rycker (Nominierungsprämie jeweils 125.000 Euro) an den Start. Als bester Dokumentarfilme sind "Rhythm is it!" von Thomas Grube und Enrique Sánchez Lansch sowie "Touch the Sound" von Thomas Riedelsheimer (Nominierungsprämie jeweils 100.00 Euro) nominiert.

Ehrenpreis bleibt geheim - "Bully" Herbig moderiert

Der Ehrenpreis für ein Lebenswerk wird erst während der Preisverleihung bekannt gegeben. Durch die Gala in der Philharmonie führt Michael "Bully" Herbig.

Erstmals werden die Gewinner des Filmpreises in diesem Jahr von der neu geschaffenen Deutschen Filmakademie ausgewählt, der alle bisherigen Preisträger sowie weitere Schauspieler, Regisseure und Produzenten angehören. Die Preisgelder vergibt aber weiter Kulturstaatsministerin Weiss. (APA/dpa)

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