Marktplatz der Innovationen

17. Mai 2005, 11:28
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Gründungszentren forcieren Wissenstransfer

A plus B, also Academia plus Business, nennt sich das österreichische Gründungszentrumsprogramm. Drei Zentren (Science Park Graz, Cast Tirol und Build! Kärnten) sind bereits seit dem 1. Juli 2002, zwei weitere (tech2b Oberösterreich und Inits Wien) seit Oktober 2002 operativ. Am 1. Jänner 2004 startete das Zentrum für angewandte Technologie Leoben. Zuletzt kamen zwei neue Zentren dazu - das BCC Business Creation Center in Salzburg und AplusB-V in Dornbirn -, und das tech2b mit Standorten in Linz, Hagenberg und Steyr wurde thematisch erweitert (siehe Interview). "In den acht Zentren wurden bis dato 67 Gründungsprojekte (bzw. 110 GründerInnen) betreut, von denen mittlerweile 15 bereits wieder aus den AplusB-Zentren ausgetreten sind und sich auf dem feien Markt bewegen", heißt es bei der für die Abwicklung von AplusB zuständigen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

AplusB unterstützt Unternehmensgründungen aus den Universitäten. Potenziellen Gründern wird dabei in den am Uni-Campus eingerichteten Betreuungszentren einiges geboten: von Büro- und Forschungsinfrastruktur über Coaching und Weiterbildungsmaßnahmen bis zu finanzieller Unterstützung. Unter den Unternehmen befinden sich einige, die tatsächliche Innovationen auf den Markt bringen: Das aus tech2b hervorgegangene Unternehmen Innsitec Laser Technologies beispielsweise bringt ein industriell einsetzbares Messgerät, mit dem Materialschmelzen berührungslos und in Sekundenschnelle chemisch analysiert werden können, auf den Markt.

Das ebenfalls aus tech2b hervorgegangene Unternehmen Amit entwickelt mit service2go ein mobiles Unternehmensportal, das die mobilen Mitarbeiter bzw. deren Endgeräte mit der vorhandenen IT-Infrastruktur zu einer vollständigen mobilen Unternehmenslösung verbindet. Auch mithilfe von tech2b soll die HybCell-Technologie marktreif werden. Eine universelle Analysemethode, weil jegliche Probe biologischen Ursprungs, sei es Blut, Speichel, Wasser, Lebensmittel bis hin zum Medikament, untersucht werden kann. Die Technologie gilt als eine Weiterentwicklung der Biochip-Technologie und soll die aktuellen Probleme des reproduzierbaren Flüssigkeitstransports und der kontinuierlichen Messung während der gesamten Analyse lösen. (red/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 9. 5. 2005)

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