"Rabenmütter" mit atypischer Beschäftigung

13. Mai 2005, 21:20
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SPÖ-Frauen fordern für neue Beschäftigungsverhältnisse bessere sozialrechtliche Absicherung

Wien - Die SPÖ-Frauen machen auf die zunehmenden atypischen Beschäftigungsverhältnisse aufmerksam. Immer mehr Frauen würden in diese Arbeitsformen gedrängt, um das Arbeitsrecht zu umgehen, sorgte sich ÖGB-Vizepräsidentin Renate Csörgits bei der traditionellen Aktion "Rabenmuttertag" einen Tag nach dem Muttertag. "Für Frauen sind die sogenannten atypischen Beschäftigungsverhältnisse immer mehr typisch", betonte auch Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer. Die SPÖ-Politikerinnen forderten eine bessere sozialrechtliche Absicherung.

Mit atypischer Beschäftigung ist Teilzeitarbeit, geringfügige Beschäftigung, befristete Dienstverhältnisse, neue Selbstständigkeit auf Basis eines Werkvertrages, freie Dienstverträge, Heim-, Tele- oder Leiharbeit gemeint. Vor allem die Teilzeitarbeit steige: Bereits 40 Prozent der Frauen arbeiten weniger als 36 Wochenstunden, bei Müttern mit Kindern unter 15 Jahren seien es knapp 60 Prozent.

Rasant angestiegen seien in den vergangenen Jahren aber auch freie Dienstverträge und Werkverträge. Weder Freie Dienstnehmer noch Neue Selbstständige oder geringfügig Beschäftigte seien arbeitslosenversichert - eine Selbstversicherung sei nicht möglich. (APA)

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