Sensorik

17. Mai 2005, 11:28
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Sounddesign ist ein Teilbereich der umfassenden Disziplin der Sensorik, in der es um die "systematische Untersuchung zwischen den physikalisch-chemischen Eigenschaften eines Produktes, den daraus resultierenden sensorischen Eigenschaften und der Wahrnehmung durch den Menschen" geht. Erkenntnisse, die z. B. in "Sensorisches Marketing" und in die Produktentwicklung einfließen. Betroffen sind alle Sinne: Geschmack, Geruch und Visuelles (Farbpsychologie), Sound sowie Haptik und Textur einer Sache, egal ob man sie jetzt mit den Händen fühlt oder in den Mund nimmt. Dabei geht es um die Konsistenz von Ketchup, das nicht zu dünn- bzw. zu dickflüssig sein darf, um als Ketchup wahrgenommen zu werden, ebenso wie um die Akzeptanz eines Geruches in unterschiedlichen Ländern: Lavendel, in den USA mit "frisch" assoziiert, ist eine beliebte Komponente in Parfüm. In Europa wird Lavendel häufig als Duftstoff in Putzmittel verwendet und daher mit "putzen" in Verbindung gebracht, was einem rauschenden Erfolg eines Lavendel-dominierten Parfüms abträglich sein könnte. Erich Leitner leitet den Bereich "Gaschromatographie und sensorische Analyse" und auch Österreichs derzeit einziges Sensorik-Labor zur Lebensmittelprüfung an der TU Graz. (ls/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 9. 5. 2005)

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