Jerry Lewis: Wegen Schmerzen an Selbstmord gedacht

19. Mai 2005, 15:58
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Langjähriger Schmerzpatient - Nervenstimulator beherrscht Beschwerden

Washington - US-Entertainer Jerry Lewis hat 37 Jahre unter chronischen Schmerzen gelitten, die ihn nach eigenen Angaben in eine Medikamentenabgängigkeit und Selbstmordgedanken getrieben hatte. "1965 gaben sie mir eine Perdocan (Schmerzmittel), die mich durch den Tag brachte", sagte der 79-jährige Komiker am Sonntag im US-Fernsehsender ABC. "Bis 1978 nahm ich 13, 15 täglich. Die Abhängigkeit ist vernichtend, weil man nicht mal mehr weiß, warum man es macht. Ich erörterte bereits einige Optionen, darunter auch, mich umzubringen."

Hilfe erst durch Neurostimulation

Chronische Schmerzen seien anders als alle anderen Krankheiten. "Es lässt dich nicht mehr in Ruhe. Es ist der Hauptgrund für Selbstmorde in diesem Land heute." Entscheidende Hilfe gegen sein Rückenleiden habe er erst 2002 mit der so genannten Neurostimulation erhalten. Ein Gerät sendet eine genau dosierte elektrische Stimulation an die Wirbelsäule, die verhindert, dass der Schmerzimpuls zum Gehirn übertragen wird.

Kribbeln statt Schmerz

Anstelle des Schmerzes spürt Lewis dann nur ein Kribbeln. "Ich habe eine Batterie unter meiner Haut", sagte er und führte das Gerät vor. "Das ist der Programmierer. Ich drücke als diesen Knopf hier, hören Sie das? Ein kleiner Ping. Und ich werde stimuliert, ich habe keine Schmerzen. Es öffnet auch mein Garagentor." (APA/AP)

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    foto: epa/jens kalaene
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