Thailand empfiehlt Verzehr gefräßiger Insekten

17. Mai 2005, 10:28
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Landwirte sollen Schädlinge aufsammeln und frittieren - Einsatz von Pestiziden soll verhindert werden

Bangkok - Angesichts einer Insektenplage in Thailand haben die Behörden den geschädigten Landwirten empfohlen, es den gefräßigen Krabbeltieren gleichzutun und diese kurzerhand aufzuessen. Die Regierung solle Gelder dafür bereitstellen, die Insekten aufzukaufen, frittieren zu lassen und dann zum Verzehr weiterzuverkaufen, empfahl der Verwaltungschef des Bezirks Dan Makhamtei, Pipat Kankharirk, laut einem Bericht der "Bangkok Post" vom Montag. "Der beste Weg, den Lebenszyklus der Insekten zu unterbrechen, ist, sie zu essen", sagte Kankharirk.

Madenart vertilgte 60 Prozent der Ernte

In dem Bezirk vertilgte eine Madenart bisher etwa 60 Prozent der Ernte; gut 1.600 Hektar Ackerland sind kahl gefressen. Der Verwaltungschef argumentiert, dass der Einsatz giftiger Pestizide verhindert werden kann, wenn die Bauern die Insekten auf die Speisekarte setzen. In Thailand gibt es nicht wenige Menschen, die Krabbeltiere lecker finden. Garküchen mit einem Angebot an frittierten Heuschrecken, Bambuswürmern und Käfern gehören zum Straßenbild der Städte. (APA/AFP)

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