Andritz legte im ersten Quartal zu

13. Mai 2005, 19:16
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Umsatz stieg um 3,2 Prozent, Jahresüberschuss stieg um 76 Prozent auf 14,1 Millionen Euro - Positiver Unternehmensausblick

Wien - Der steirische börsenotierte Technologiekonzern Andritz hat im ersten Geschäftsquartal 2005 mehr umgesetzt und auch deutlich mehr verdient als im vergleichbaren Vorjahresquartal. Mit einem um 76,3 Prozent auf 14,1 Mio. Euro gestiegenen Jahresüberschuss nach Abzug von Minderheitsanteilen konnten auch die Erwartungen der Analysten übertroffen werden. Diese hatte im Schnitt mit einem Anstieg um 59 Prozent auf 12,7 Mio. Euro gerechnet.

Umsatz wuchs um 3,2 Prozent

Der Umsatz der Andritz-Gruppe wurde um 3,2 Prozent auf 342,5 Mio. Euro erhöht, teilt das Unternehmen am Montag mit. Analysten hatten im Vorfeld mit einer Umsatzsteigerung von 3,9 Prozent auf 344,8 Mio. Euro gerechnet.

Der Auftragseingang lag mit 393,2 Mio. Euro um 6,4 Prozent über dem Vergleichsquartal des Vorjahres. Der Auftragsstand per 31. März 2005 mit knapp 1,5 Mrd. Euro stelle eine solide Basis für die Umsatzentwicklung in den kommenden Quartalen dar, so das Unternehmen.

Der Betriebserfolg (EBIT) stieg überproportional auf 19,6 (13,6) Mio. Euro, wobei auch der Wegfall der Firmenwertabschreibung auf Grund der verpflichtenden Anwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 3 zur Ergebniserhöhung beitrug.

Positive Entwicklung wird erwartet

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Andritz und seine relevanten Märkte - Zellstoff, Papier und Stahl - sind weiterhin gut, heißt es im Ausblick. Sowohl im Geschäftsbereich Zellstoff und Papier als auch im Geschäftsbereich Walz- und Bandbehandlungsanlagen rechnet Andritz mit einer Fortsetzung der günstigen Projektaktivität. Auch im Bereich Umwelt und Prozess wird eine positive Marktentwicklung, vor allem im Bereich der Klärschlammtrocknungsanlagen, erwartet.

"Auf Basis dieser günstigen Rahmenbedingungen sowie des hohen Auftragsstands per Ende März 2005 erwarten wir für das Geschäftsjahr 2005 sowohl bei Umsatz als auch bei Jahresüberschuss Steigerungen gegenüber dem Rekordjahr 2004", so der Vorstandsvorsitzender Wolfgang Leitner.

Hohe Nettoliquidität

Die Nettoliquidität (Flüssige Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens abzüglich zinstragende Finanzverbindlichkeiten) lag mit 231,6 Mio. Euro per 31. März weiterhin auf einem sehr hohen Niveau (31. Dezember: 219,6 Mio. Euro), teilte Andritz weiter mit. Die Eigenkapitalquote betrug 21,9 Prozent (23,4 Prozent zum Jahresende 2004).

Eine Reihe von Großaufträgen, die das Unternehmen Ende 2004 erhalten hatte, befand sich im Berichtszeitraum in der Engineering-Phase und war daher nur wenig umsatzwirksam. In den kommenden Quartalen sei jedoch mit erhöhten Umsatzbeiträgen aus diesen Aufträgen zu rechnen.

Auftragsstand gestiegen

Im Berichtszeitraum seien einige Absichtserklärungen für Aufträge unterschrieben worden, die in den kommenden Quartalen in Kraft treten sollten. Der Auftrag von Marusumi im Wert von rund 100 Mio. Euro werde im zweiten Quartal 2005 gebucht werden, heißt es weiter.

Der Auftragsstand per 31. März von 1.487,7 Mio. Euro lag um 33,9 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres (1.110,7 Mio. Euro). Im Vergleich zum 31. Dezember 2004 mit 1.439,2 Mio. Euro lag der Auftragsstand um 3,4 Prozent höher.

Der Gewinn vor Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um 12,9 Prozent auf 25,4 Mio. Euro. Die Rentabilität (EBITDA-Marge) erhöhte sich auf 7,4 (6,8) Prozent). (APA)

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