Frauenförderung hat (theoretisch) Priorität

14. Juli 2005, 14:11
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Anders als etwa in Deutschland gibt es in Österreich keine(n) Gleichbehandlungsbeauftragte(n), der/die allen Fachhochschulen übergeordnet ist. Ob eine solche Position installiert wird, liegt in der Autonomie der jeweiligen FH. Im Augenblick haben das nur die Fachhochschulen Vorarlberg, Wiener Neustadt und Salzburg (inklusive der Holz-Dépendance Kuchl) gemacht. Dennoch steht, laut aktuellem Hochschulbericht, Frauenförderung zumindest theoretisch ganz oben auf der Agenda. Darin heißt es, dass vor allem der Zugang von Frauen zu technischen Berufen gefördert werden soll.

Schon der sozialdemokratische Wissenschaftsminister Caspar Einem legte ein "Grünbuch zur österreichischen Forschungspolitik" vor, dessen Eckpunkte bis heute gültig sind. Darin heißt es: "Der Anteil von Frauen in der Forschung ist zu erhöhen." Genauso die Zielsetzung laut "Weißbuch zur Frauenförderung in der Wissenschaft", Förderprogramme und Evaluierungen gibt es (theoretisch) zuhauf. Die Fachhochschulen sind diesbezüglich ein weites Feld: Hier sind die Frauen sowohl in der Lehre als auch beim Studium stark in der Minderheit. (stui/DER STANDARD-Printausgabe, 7.5.2005)

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