Siegesparade auf dem Roten Platz

9. Mai 2005, 11:16
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Rund 50 Staats- und Regierungschefs zu Gedenkfeiern in Moskau - Putin: Sieg war "Triumph der Gerechtigkeit"

Moskau - In Anwesenheit von mehr als 50 Staats- und Regierungschefs hat am Montagmorgen in Moskau die prunkvolle Parade zum 60. Jahrestag des Kriegsendes in Europa begonnen. Zum Auftakt trug eine Ehrenformation die offizielle Siegesfahne von 1945 auf den Roten Platz. An der Parade nahmen auch 2500 Kriegsveteranen teil. Kriegsteilnehmer und ausländische Staatsgäste verfolgten den Aufmarsch von einer Ehrentribüne vor der Kremlmauer aus.

Unter den Ehrengästen befinden sich die Präsidenten George W. Bush (USA), Jacques Chirac (Frankreich), Hu Jintao (China), Aleksander Kwasniewski (Polen) und Bundeskanzler Gerhard Schröder (Deutschland), sowie der amtierende EU-Ratsvorsitzende, der luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker. Österreich ist bei den Feierlichkeiten durch Bundespräsident Heinz Fischer vertreten.

Putin: "Triumph der Gerechtigkeit"

Der russische Präsident Wladimir Putin nannte den Sieg über Hitler-Deutschland einen "Triumph der Gerechtigkeit". In seiner Ansprache auf dem Roten Platz erinnerte Putin an den gemeinsamen Kampf der früheren Sowjetrepubliken. "Es gibt keine Alternative zu unserer Bruderschaft", erklärte Putin. Die Lehre aus dem Krieg sei, eine Weltordnung der Sicherheit und Gerechtigkeit zu schaffen.

Putin würdigt "historische Versöhnung" Russlands mit Deutschland

Bei der Militärparade zum 60. Jahrestag des Kriegsendes in Europa hat der russische Präsident Wladimir Putin am Montag in Moskau die Versöhnung mit Deutschland als historisches Ereignis gewürdigt. Russland folge den Idealen von Freiheit, Demokratie und internationaler Zusammenarbeit, sagte Putin in seiner rede auf dem Roten Platz. "Ein leuchtendes Beispiel dieser Politik ist die historische Versöhnung zwischen Russland und Deutschland", unterstrich der Präsident in Anwesenheit des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder.

Vor mehr als 50 ausländischen Staatsgästen erinnerte Putin an den gemeinsamen Kampf der heute getrennten Sowjetrepubliken im Großen Vaterländischen Krieg, wie Russland den Zweiten Weltkrieg ab dem Überfall Hitler-Deutschlands auf die UdSSR 1941 nennt. "Es gibt keine Alternative zu unserer Bruderschaft", erklärte Putin. Er würdigte auch die Gemeinschaft mit den westlichen Alliierten. Die Lehre aus dem Krieg sei es, eine Weltordnung der Sicherheit und Gerechtigkeit zu schaffen.

Nach Putins Ansprache fuhren etwa 2500 Kriegsveteranen auf nachgebauten Armeelastwagen über den festlich geschmückten Roten Platz. Gleichzeitig waren dort 7000 russische Soldaten aller Waffengattungen zu einer Parade aufgezogen, die von Verteidigungsminister Sergej Iwanow abgenommen wurde.

Zum Beginn der Parade fuhr der russische Verteidigungsminister Sergej Iwanow in einer offenen Limousine die Reihen der aufmarschierten Soldaten entlang. Pünktlich auf die Minute waren die Wolken über dem Roten Platz aufgerissen. 20.000 Polizisten und Soldaten sicherten das Stadtzentrum von Moskau.

Staatsgäste

Unter den ausländischen Staatsoberhäuptern und Regierungschefs befinden sich die Präsidenten George W. Bush (USA), Jacques Chirac (Frankreich), Hu Jintao (China) und Gerhard Schröder (Deutschland). Österreich ist bei den Feierlichkeiten durch Bundespräsident Heinz Fischer vertreten. (APA/dpa/AFP)

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    Neben US-Präsident Bush finden sich auch die Staatschefs der zahlreicher europäischer Länder in Moskau ein.

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    Russische Soldaten in Uniformen des 2. Weltkriegs probten am Freitag für den heutigen Feiertag.

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