Die Hürden am Weg zur VA Tech

24. Mai 2005, 19:47
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Laut dem Zwischenbericht der EU-Fusionskontrolle ist eine Übernahme der VA Tech durch Siemens derzeit "so nicht möglich". Zwar gibt es für die angepeilte "Partnerschaft" von Siemens AG Österreich mit der ElinEBG weit gehend grünes Licht - Ausnahme ist die Automatisierungstochter SAT -, die Wettbewerbskommission hat aber noch "ernsthafte Bedenken" oder "ernsthafte Zweifel":

  • Beim Voest-Alpine Industrieanlagenbau (VAI) in Linz, insbesondere wegen der Automatisierung (Anlagensteuerung), in der VAI Weltmarktführer ist.
  • Energieerzeugung (Hydro), insbesondere im Wasserkraftwerksbau, den Siemens in ihr Joint Venture Voith-Siemens einbringen will, was die marktbeherrschenden Stellung aber nicht mindert.
  • Antriebstechnik für Schienenfahrzeuge (Traktion), Bahnstromversorgung (Umformerwerke, Leitungsbau) und Frequenzumrichter.

Noch hat Siemens Zeit, die im EU-Zwischenbericht vom 22. April aufgelisteten Problembereiche auszuräumen. Auf mögliche Auflagen hochgerechnet würden die "Bedenken" und "Zweifel" derzeit bedeuten, dass Unternehmensteile im Volumen von rund zwei Milliarden Euro abgegeben werden müssten. 2004 betrug der VA-Tech-Konzernumsatz 4,073 Mrd. Euro. (ung, (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 09.05.2005)

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