Syrien nennt US-Sanktionen "unfair und unlogisch"

9. Mai 2005, 16:13
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Damaskus will Reformen voranbringen

Damaskus - Syrien hat mit Unverständnis auf die Verlängerung der US-Sanktionen gegen das arabische Land reagiert. Der syrische Finanzminister Mohammed Hussein sagte am Samstag auf einer Pressekonferenz in Damaskus, die Sanktionen seien "unfair und unlogisch". Sein Land werde seine Anstrengungen indes verstärken, Reformen in der Wirtschaft und auf anderen Gebieten voranzubringen.

US-Präsident George W. Bush hatte die im vergangenen Jahr gegen Syrien verhängten Sanktionen jüngst um ein weiteres Jahr verlängert. Als die Strafmaßnahmen am 11. Mai 2004 verhängt wurden, hatte Bush dies damit begründet, dass Syrien den Terrorismus unterstütze, nach Massenvernichtungswaffen strebe, die Versuche untergrabe, den Irak zu stabilisieren, und weiter den Libanon besetzt halte.

Truppenabzug aus dem Libanon

Syrien hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Das Land hatte Ende April vor allem auf Druck der USA nach 29 Jahren Präsenz seine Truppen und Geheimdienstmitarbeiter aus dem Libanon abgezogen.

Durch die Sanktionen sind Geschäfte mit der syrischen Handels- und Kreditbank unterbrochen, Konten von Syrern mit mutmaßlichen Verbindungen zu Terroristen eingefroren und Flüge aus den USA nach Syrien und in die Gegenrichtung untersagt. Zudem dürfen bestimmte US-Waren nicht nach Syrien exportiert werden. (APA/Reuters)

Nachlese
Bush verlängert Sanktionen gegen Syrien
"Anhaltende und außergewöhnliche Bedrohung der Vereinigten Staaten"
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