Schweden übt Final-Revanche an Kanada

9. Mai 2005, 10:21
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Dreikronenteam gewann ein packendes Spitzenspiel in Gruppe F gegen den amtierenden Weltmeister Kanada mit 5:4 und steht im Viertelfinale

Innsbruck - Vizeweltmeister Schweden hat sich am Samstag bei der Eishockey-WM in Innsbruck für die Finalniederlagen der vergangenen zwei Titelkämpfe (2:3 n.V. bzw. 2:5 im Vorjahr) an Rekordweltmeister Kanada revanchiert. Die Skandinavier setzten sich im Auftaktschlager der Zwischenrunden-Gruppe F nach 1:3-Rückstand zu Beginn des Mitteldrittels noch mit 5:4 (1:2,3:1,1:1) durch, halten damit in der laufenden WM bei einer makellosen Bilanz von vier Siegen und stehen so wie Tschechien bereits im Viertelfinale.

Fehleranfällige "Ahornblätter"

Für den davor ebenfalls ungeschlagenen Olympiasieger war es die erste WM-Niederlage gegen Schweden seit 1999 (2:3 in Lillehammer). Den kompakten Schweden gelang es zwar nur teilweise, Kanadas Sturmlinie um die WM-Topscorer Joe Thornton (10 Punkte) und Rick Nash (9) zu neutralisieren. Dafür war die Defensive der "Ahornblätter" selbst fehleranfällig, ließ den entscheidenden Treffer von Kenny Jönsson in der 54. Minute zu.

Thornton hatte den Torreigen nach 8:13 Minuten eröffnet, als er eine herrliche Einzelaktion mit der Backhand abschloss. Nur 35 Sekunden später erhöhte Dany Heatley nach mustergültiger Doan-Vorlage auf 2:0, der Rekordweltmeister lag im Plansoll. Für den besten Spieler der Vorjahres-WM in Prag war es der erste Scorerpunkt im laufenden Turnier.

Nach Toren von Daniel Sedin (17.) für Schweden und Doan (23.) für Kanada stand es 1:3 - der Vizeweltmeister mit dem Rücken zur Wand. Doch die "Drei Kronen" kamen zurück, erzielten im Mitteldrittel ebenso viele Tore. Erst nützte Pahlsson einen seltenen Fehler von Kanadas Star-Goalie Martin Brodeur (27.), zwei Minuten später glich Mikael Samuelsson aus.

Siebentes Turniertor von Nash

Nachdem Topstürmer Henrik Zetterberg die Schweden in der 38. Minute sogar in Führung gebracht hatte, verließ sich Kanada auf seine Torfabrik: Simon Gagne - Thornton - Nash im Powerplay - 4:4 (47.). Das siebente Turniertor von Goalgetter Nash (20) reichte in der dramatischen Schlussphase einer hochklassigen Partie, die sich eigentlich keinen Verlierer verdient hätte, dennoch nicht. (APA)

in Innsbruck, Gruppe F:

  • Kanada - Schweden 4:5 (2:1,1:3,1:1). Innsbrucker Olympiahalle, 6.500 Zuschauer, SR Bulanow/Pouzar/Halecky (RUS/CZE/SVK).

    Tore: Thornton (9.), Heatley (9.), Doan (23.), Nash (47./PP) bzw. D. Sedin (17.), Pahlsson (27./SH), M. Samuelsson (29.), Zetterberg (39.), K. Jönsson (54.). Strafminuten 16 bzw. 12.

    Kanada: Brodeur - Redden, Hannan; Boyle, Souray; Jovanovski, Regehr; Phillips - Smyth, Draper, Maltby; Gagne, Thornton, Nash; Heatley, Morrison, Doan; Morrow, Marleau, Fisher

    Schweden: Lundqvist - Kronwall, Bäckmän; Norström, Lindström; R. Sundin, Johansson; K. Jönsson - Alfredsson, Axelsson, Pahlsson; Weinhandl, Hedström, Zetterberg; Nordström, J. Jönsson, Kahnberg; D. Sedin, H. Sedin, M. Samuelsson; Höglund

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      Kanada-Keeper Martin Brodeur musste die Scheibe einige Male passieren lassen.

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      Sein Gegenüber, Henrik Lundqvist (Schweden-Keeper), war etwas glücklicher.

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