Kommission warnt vor zu schneller Armee-Neuordnung in Europa

9. Mai 2005, 16:30
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Abzug der US-Truppen gefährde "operationelle Fähigkeiten"

Washington - Der Abzug von rund 70.000 in Europa stationierten US-Soldaten kommt nach Auffassung einer Kommission des Kongresses in Washington zu schnell. Es bestehe die Gefahr einer Schwächung der ohnehin stark beanspruchten US-Armee, urteilte die mit der Kontrolle der US-Militärstützpunkte im Ausland beauftragten Kommission in einem Bericht.

Es bestehe keine Veranlassung, den Abzug in dem vorgesehenen kurzen Zeitraum zwischen 2006 und 2011 zu vollziehen, heißt es weiter. Der schnelle Abzug gefährde die "operationellen Fähigkeiten" und schaffe eine "neue Verwundbarkeit". Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums sagte, der Bericht werde geprüft. Keine Entscheidung sei übereilt, sondern nach genauer Analyse getroffen worden.

Im Rahmen einer weitreichenden Neuordnung der US-Truppen wollen die Vereinigten Staaten Kontingente aus Westeuropa abziehen und nach Osteuropa verlegen. Auf diese Weise wollen die USA ihre Armee so gestalten, dass sie flexibler in Konflikte eingreifen könne. Der NATO-Oberbefehlshaber in Europa, der US-General James Jones, kündigte Mitte Jänner an, die Pläne zur Umstrukturierung der Streitkräfte würden voraussichtlich in diesem Jahr vorliegen. (APA)

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