Südfrankreich: Plünderungen und Verkehrschaos nach Stomausfall

9. Mai 2005, 17:42
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Um einen Waldbrand zu löschen wurde der Strom für eine Million französische Haushalte abgeschaltet

Marseille - Mehr als eine Million Haushalte in Südfrankreich sind in der Nacht zum Samstag wegen eines Waldbrandes bei Vitrolles ohne Strom gewesen.

Ein Sturm mit Böen bis 100 Stundenkilometer erschwerte die Bekämpfung des Feuers. Um die Helfer und die niedrig fliegenden Flugzeuge nicht zu gefährden, nahm Energieversorger EDF zwei zentrale Hochspannungsleitungen zwischen Marseille und Aix-en-Provence vom Netz.

Panikanrufe

Damit fiel in weiten Teilen der Region Provence-Alpes-Cote-d'Azur mehrere Stunden lang der Strom aus. Die Folge waren tausende Panikanrufe bei den Rettungskräften.

Hunderte Fahrstühle blieben stecken

In Marseille mussten Verkehrstunnel gesperrt werden, weil Licht- und Signalanlagen ausfielen. Hunderte Menschen blieben in Fahrstühlen stecken. In Marseille kam es in der Dunkelheit auch zu ersten Plünderungen. (APA/dpa)

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