"Nationalbolschewiken" warfen Rauchbomben in Riga

10. Mai 2005, 06:26
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17 Festnahmen - Mehrere Kundgebungen gegen Besuch von US-Präsident Bush in Lettlands Hauptstadt

Riga - Die Polizei hat in Riga mehrere Angehörige der radikalen russischen Gruppierung "Nationalbolschewiken" festgenommen. Laut baltischen Agenturberichten hatten Aktivisten in der Nähe des Hotels "Reval Hotel Latvija" Rauchbomben gegen einen Sicherheitskordon von Polizisten geworfen, der die Sperrzone rund um die Innenstadt während des Besuchs von US-Präsident George W. Bush absichert.

Einige Dutzend Aktivisten waren nach Angaben der lettischen Nachrichtenagentur LETA von ihrem ursprünglichen Versammlungsort in einem Park in Richtung Innenstadt marschiert und hatten Slogans wie "Nieder mit dem Faschismus" gerufen. Laut LETA wurden bei dem Zwischenfall insgesamt 17 Personen festgenommen. Die Nachrichtenagentur BNS berichtete von "rund 25 Jugendlichen", die in Polizeifahrzeugen abtransportiert worden seien. Einige davon hätten Widerstand geleistet, hieß es.

Gegen den Besuch des US-Präsidenten waren in Riga mehrere kleinere Kundgebungen angekündigt. Eine Demonstration von Friedensaktivisten und sozialdemokratischer Jugend in der Nähe des Rigaer Zoos verlief friedlich. (APA)

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