Unternehmer aus Ohio soll neuer US-Botschafter in Berlin werden

13. Mai 2005, 12:16
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Hat keine diplomatische Erfahrung und kann nicht Deutsch - Großspender der Republikaner

Berlin - Ein Unternehmer aus Ohio ohne diplomatische Erfahrung und Deutschkenntnisse soll neuer US-Botschafter in Deutschland werden. Das berichteten die Zeitung "Der Tagesspiegel" und das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Samstag. Der 67-jährige William R. Timken war bis 2003 Chef des gleichnamigen Unternehmens in Canton im US-Bundesstaat Ohio, das Spezialteile für die Auto-, Flugzeug- und Bahnindustrie herstellt. Er sitzt bis heute dem Aufsichtsrat vor.

Der Geschäftsmann gehört zu den Großspendern der Republikaner, der Partei von Präsident George W. Bush. Die US-Botschaft in Berlin bestätigte die Personalie nicht: "Die Bekanntgabe amerikanischer Botschafter erfolgt grundsätzlich durch das Weiße Haus", sagte Pressesprecher Robert A. Wood dem "Tagesspiegel" (Samstag). In Fachkreisen jedoch gelte die Wahl Timkens als beschlossen, heißt es im "Spiegel". Auch Timkens Vorgänger Daniel Coats hatte vor seinem Amtsantritt keinerlei diplomatische Erfahrung und spricht kein Deutsch. (APA/dpa)

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