ASEM-Außenminister fordern Rückkehr Nordkoreas zu Verhandlungen

9. Mai 2005, 16:16
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Atomstreit auf friedlichem Weg lösen

Kyoto - Außenminister der EU und Asiens haben Nordkorea aufgefordert, den Streit um sein Atomprogramm auf friedlichem Weg zu lösen. Nordkorea müsse "unverzüglich" an den Verhandlungstisch zurückkehren, hieß es am Samstag in einer gemeinsamen Erklärung der Minister im Rahmen des europäisch-asiatischen Dialogforums ASEM im japanischen Kyoto. Mit "großer Besorgnis" reagierten die Minister zudem auf eine Erklärung der Führung von Pjöngjang vom Februar, im Besitz von Atomwaffen zu sein.

Das Land hatte sich am 10. Februar zur Atommacht erklärt und gleichzeitig seinen endgültigen Ausstieg aus den seit rund einem Jahr festgefahrenen Atomgesprächen mit Südkorea, China, Japan, Russland und den USA verkündet. Die "New York Times" hatte am Freitag über neue Erkenntnisse berichtet, wonach das Land mit den Vorbereitungen zu einem unterirdischen Atomtest begonnen haben soll. In Südkorea wurde der Bericht allerdings skeptisch aufgenommen, und auch das US-Außenministerium erklärte, es lägen keine neuen Erkenntnisse zum nordkoreanischen Atomprogramm vor.

Neben den 25 EU-Staaten sind 13 asiatische Regierungen in Kyoto vertreten, darunter auch China, Japan und Südkorea. Im Mittelpunkt der zweitägigen Beratungen standen neben der Lage auf der koreanischen Halbinsel die Reform der Vereinten Nationen sowie der Anti-Terror-Kampf. (APA/AFP)

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