Dokumentation eines Mahnmals

18. Mai 2005, 12:37
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Spätes Gedenken an Salzburger Nazi-Opfer

Salzburg - Es hat lange gedauert: Über 57 Jahre nach der Befreiung vom Nationalsozialismus wurde im Oktober 2002 das Mahnmal für die Opfer des Nazi-Terrors in Salzburg seiner Bestimmung übergeben. Zum 60. Jahrestag der Befreiung am 4. Mai 1945 hat die Kulturabteilung des Magistrates diese Woche eine erweiterte Dokumentation rund um das Denkmal am Bahnhofsvorplatz herausgegeben.

Die über einhundert Seiten starke Broschüre widmet sich nicht nur dem Wettbewerb, der künstlerischen Gestaltung und der Realisierung des vom Wiener Künstler Heimo Zobernig gestalteten Mahnmals. Die von den Salzburgern gemeinhin als "Antifa-Denkmal" bezeichnete Gedenkstätte wird sowohl in einen zeitgeschichtlichen wie auch in einen künstlerischen Kontext gestellt. Historiker Gert Kerschbaumer hat einen Überblick über "Widerstand und Verfolgung in Salzburg 1934 - 1938 - 1945" sowie über das "Gedenken und Mahnen 1945 - 2005" verfasst. Den Widerstandskämpferinnen Rosa Hofmann und Agnes Primocic sind eigene Porträts gewidmet.

Die Dokumentation versucht auch Wissenslücken der Salzburger und Salzburgerinnen selbst zu schließen: In einem eigenen Anhang werden Ort und Bedeutung aller "Antifaschistischen Gedenkstätten und Straßenbenennungen" in Salzburg erläutert.

Die Dokumentation "Antifaschistisches Mahnen und Gedenken in Salzburg" kann bei der Kulturabteilung der Stadt Salzburg bestellt werden und kostete 16,50 Euro zuzüglich Versandkosten. (neu/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7./8. 5. 2005)

Informationen telefonisch unter (0662) 8072-3421 oder per E-mail
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