Griechischer Frachter bricht erstmals Embargo gegen Nordzypern

9. Mai 2005, 17:01
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Kapitän wurde Lizenz entzogen und ihm drohen schwere Strafen

Athen - Der Kapitän eines griechischen Frachters hat erstmals seit 1974 das Handelsembargo gegen den türkischen Norden Zyperns gebrochen und ist im Hafen von Famagusta eingelaufen. Wie das griechische Ministerium für Handelsschifffahrt in Athen am Freitag mitteilte, drohen dem Kapitän des Frachters "Aegean Sun" und der Reederei "Aegean Cargo Company" schwere Strafen.

"Ich habe den Befehl gegeben, dass gegen den Kapitän und die Reederei die schwersten Strafen verhängt werden", erklärte der griechische Handelsschifffahrtsminister, Manolis Kefalogiannis in Athen. Dem Kapitän wurde die Lizenz entzogen. Er und die Reederei müssten sich darüber hinaus vor dem Handelsmarinegericht in Athen verantworten, gab der Minister weiter bekannt.

Nach der türkischen Militärintervention von 1974 hatte die international anerkannte Republik Zypern alle Häfen und Flughäfen im Norden, die unter türkischer Kontrolle stehen, für geschlossen erklärt. Die Einfuhr von Waren oder die Einreise über diese wird im Süden als illegal betrachtet. Der griechische Frachter hatte am Vortag 216 Gebrauchtwagen aus Großbritannien nach Zypern gebracht. (APA/dpa)

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