Umfrage: Mehrheit will Islam als Rechtsgrundlage

9. Mai 2005, 19:06
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Stromversorgung wichtiger als Sicherheitslage

Bagdad - Eine klare Mehrheit der irakischen Bevölkerung will einer Umfrage zufolge den Islam als Grundlage der künftigen Landesverfassung. Gut 74 Prozent der Iraker vertreten die Ansicht, der Islam solle die "hauptsächliche oder einzige Quelle" der Gesetzgebung im Land sein, wie aus der am Freitag veröffentlichten Erhebung des konservativen US International Republican Institute hervorgeht. Nur zwei Prozent der Befragten lehnten einen religiösen Bezug in der Verfassung vollständig ab. 48 Prozent meinten demnach, Religion müsse in der Regierungsarbeit eine "besondere Rolle" einnehmen.

Laut der Umfrage halten 55 Prozent der Iraker die Verbesserung der Stromversorgung für die wichtigste Aufgabe der Regierung in Bagdad, dicht gefolgt von Sorgen um die Arbeitslosigkeit und der weiterhin instabilen Sicherheitslage. 67 Prozent der Befragten zeigten sich jedoch davon überzeugt, dass das Land grundsätzlich auf dem richtigen Weg ist.

Für die Umfrage waren zwischen dem 11. und 20. April 2705 Iraker in 15 von 18 Provinzen des Landes befragt worden. Die vorwiegend sunnitisch dominierten Provinzen Anbar und Niniveh, in denen sich Aufständische konzentrieren, sowie die kurdische Provinz Dohuk wurden ausgelassen. (APA)

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