Andritz: Deutlicher Gewinnanstieg erwartet

10. Mai 2005, 10:09
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Jahresüberschuss um 59 Prozent höher erwartet - Geschätzter Umsatzanstieg bei 3,9 Prozent

Wien - Analysten heimischer Großbanken rechnen im Vorfeld der am Montag anstehenden Präsentation der Erstquartalszahlen der börsenotierten Andritz mit einem deutlichen Plus bei Jahresüberschuss und Betriebsergebnis (EBIT). Beim Umsatz rechnen die von der APA befragten Experten der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), Erste Bank und Raiffeisen Centrobank (RCB) mit einem Anstieg von durchschnittlich 3,9 Prozent auf 344,8 Mio. Euro.

Das EBIT wird mit 17,9 Mio. Euro im Mittel um 31,9 Prozent höher erwartet als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Jahresüberschuss liegt der Konsensschätzung zufolge mit 12,73 Mio. Euro um mehr als 59 Prozent über den 8,0 Mio. Euro im ersten Quartal 2004.

"Vor allem der hohe Auftragsstand Ende 2004, der jetzt bei Gewinn und Umsatz realisiert wird, ist für die besseren Zahlen verantwortlich", meint Wertpapierexperte Jens Zimmermann von der BA-CA. Zudem würde Andritz vom Wegfall der Goodwill-Abschreibungen profitieren. "Das ist vor allem ein Treiber beim EBIT", so der Analyst. Sollten die Ergebnisse seinen Erwartungen entsprechen, wären sie als "sehr gut" einzustufen, meint Zimmermann weiter.

"Der Wegfall der Goodwill-Abschreibungen macht im Gesamtjahr etwa 13 Mio. Euro aus. Das erklärt den Sprung beim Betriebergebnis", meint auch Ralf Burchert, Analyst der Erste Bank. Etwas höher - mit 17 Mio. Euro - beziffert Reinhard Ebenauer von der RCB den Wegfall der Goodwill-Amortisationen. Zudem verweisen die Wertpapierexperten auf positive Effekte durch die Steuersenkung. Allerdings zähle Andritz nicht zu den großen Gewinnern der Steuerreform, schränkt Ebenauer ein.

Der RCB-Analyst erwartet für das Gesamtjahr stärkere Anstiege als im Quartal. "Es ist normal bei Andritz, dass sie zu Jahresbeginn eine vergleichsweise schwächere Umsatzleistung bringen. Die großen Umsatzbrocken kommen erst im Jahresverlauf", so Ebenauer. Alle Institute empfehlen die Papiere des Anlagenbauers derzeit zum Kauf. "Die Titel von Andritz sind in letzter Zeit zurück gekommen, daher sind sie in der Bewertung sehr günstig", heißt es von Jens Zimmermann. (APA)

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