Wienerberger: Analysten erwarten schwächeres erstes Quartal 2005

23. Mai 2005, 10:34
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Betriebsergebnis knapp 30 Prozent schwächer bei 15,1 Mio. Euro erwartet - Umsatzplus von 6,1 Prozent prognostiziert

Wien - Analysten heimischer Großbanken erwarten für die Veröffentlichung der Erstquartalszahlen 2005 des börsenotierten heimischen Ziegelherstellers Wienerberger ein deutlich schwächeres Betriebsergebnis. Die Experten von Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), Erste Bank und Raiffeisen Centrobank (RCB) erwarten im Schnitt ein im Vergleich zum Vorjahr um nahezu 30 Prozent niedrigeres Betriebsergebnis in Höhe von 15,1 Mio. Euro.

Die Schätzungen für den Umsatz liegen durchschnittlich bei 331,4 Mio. Euro und damit um gut sechs Prozent höher gegenüber dem Vorjahr. Die Erwartungen für das Vorsteuerergebnis (EBT) liegen im Vergleich zum Vorjahr bedeutend niedriger bei sieben Mio. Euro - das entspricht einem Minus von nahezu 50 Prozent gegenüber dem Vergleichszahlen aus dem Vorjahr.

Peter Bauernfried von der BA-CA erwartet im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wegen der raueren Wetterkonditionen, höheren Abschreibungen auf Grund der Akquisitionen sowie erwarteten geringeren Umsätzen in Polen und Ungarn ein geringeres Ergebnis. Der Spezialist rechnet jedoch mit einem positiven Einfluss der beiden akquirierten Unternehmen Koramic Roofing und TBB.

Die Erste-Bank-Analystin Brigitte Wendelin sieht für das traditionell schwächere erste Quartal der Wienerberger keinen Indikator für das Gesamtjahr. Sie geht von einem Erreichen der unternehmenseitig angepeilten Wachstumsrate in Höhe von zehn Prozent aus und sieht bereits schöne Zuwachsraten für das zweite Quartal. Weiters begründet die Wertpapieranalystin das schwächere Ergebnis mit einem positiven Einmaleffekt im Vorjahr. Wegen einer Steuererhöhung wurden Kundenkäufe in Polen und Ungarn vorgezogen.

Reinhard Ebenauer von der RCB begründet das schwächere Quartal mit dem strengeren Winter und den eingetrübten Konjunkturaussichten. Das Quartalsergebnis sei jedoch für das Jahr nicht besonders relevant, da das erste Quartal nur um die 17 bis 18 Prozent des Gesamtjahresumsatzes ausmacht. Er rechne weiters damit, dass das schwächere erste bereits im zweiten Quartal kompensiert werden kann. Das Unternehmen sei weiter auf Wachstumskurs und die Entwicklung in Osteuropa und den USA ist weiterhin gut. (APA)

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