ATX: Weiterhin Abgabedruck in Wien

11. Mai 2005, 15:44
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Ein Kommentar von Ralf Burchert

Während die internationalen Börsen die letzten Konjunktur- und Zinssignale aus Übersee relativ gut verdaut haben, herrscht in Wien weiterhin Katerstimmung.

Die seit Anfang März nach dem Ende des Rekordlaufs (bis 2.803 Punkte) bestehende Konsolidierungsphase hat sich auch in der abgelaufenen Woche fortgesetzt. Trotz einer gut bis sehr gut verlaufenden Berichterstattung aus den Unternehmen nehmen vor allem institutionelle Anleger ihre (hohen) Gewinne mit.

Die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und die gleichzeitigen Zinserhöhungen in Rücknahme einer sehr lockeren Geldpolitik in den USA bekommen insbesondere den Zyklikern ganz und gar nicht. Daran sollte sich auch in der nächsten Woche, in der wir erneut einige (gute) Quartalsberichte erwarten, nicht viel ändern.

Längerfristig ist für uns die einmalige Osteuropa-Story Wiens nach wie vor intakt - es gilt die richtigen Gelegenheiten abzuwarten. Unsere Prognose für die ATX-Handelsbandbreite nächste Woche: 2.490-2.560.

Ralf Burchert ist CEFA bei der Erste Bank
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