NÖ Hypo Bank AG verdoppelt Dividende

20. Mai 2005, 16:47
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Schmitzer, Miklas und Matuschka um weitere fünf Jahre verlängert - Statt Höck kommt Juill - Expansion ins Ausland: Repräsentanzen geplant

Wien/St.Pölten - Rekorddaten für das Geschäftsjahr 2004 meldet auch die Niederösterreichische Hypo-Bank AG. Für die Aktionäre gibt es deshalb eine Dividenden-Verdopplung: Für 2004 will die Hypo 16 Prozent ausschütten. Im Jahr davor waren es 8 Prozent (6 Prozent Basis und 2 Prozent Bonus) gewesen.

Die Hypobank gehört mehrheitlich Prozent dem Land Niederösterreich und zu 40,8 Prozent der Österreichischen Volksbanken AG (ÖVAG), die damit aber die industrielle Führung inne hat. Der Hypo Niederösterreich wird im anhaltenden Poker um die von der ÖVAG betriebene Übernahme der börsenotierten Spezialbank Investkredit in der Finanzbranche hartnäckig eine Schlüsselrolle zugeschrieben.

Vorstandsmandate verlängert

Seit voriger Woche steht auch fest, wie sich für die nächste Funktionsperiode das Vorstandsteam der Hypo-Bank zusammensetzt. In der Aufsichtsratssitzung am 27. April wurden die Vorstandsmandate von Werner Schmitzer (Vorsitzender), Günter Matuschka und Wilhelm Miklas um 5 Jahre verlängert. Herbert Höck legt mit 30. Juni sein Mandat zurück. Zu seinem Nachfolger im Vorstand bestellt wurde Richard Juill, bisher Geschäftsführer der NÖ Hypo Leasing GmbH.

In dieser Aufsichtsratssitzung wurde auch die Bilanz für 2004 abgesegnet. Das Betriebsergebnis verbesserte sich in der AG um 17,8 Prozent auf 29,8 Mio. Euro, im Konzern stagnierte es aber bei 32,55 (32,42) Mio. Euro.

Nach Wertberichtigungen und Kreditvorsorgen fiel in der AG der Vorsteuergewinn (EGT) mit 19,5 Mio. Euro um 13 Prozent höher aus. Im Konzern ging das EGT allerdings um 13,9 Prozent auf 22,2 Mio. Euro zurück.

Um 25 Prozent auf 18,3 Mio. Euro kletterte der Jahresüberschuss in der Bank-AG. Im Konzern gab es beim Jahresüberschuss 2004 ein Plus um 10,3 Prozent auf 21,4 Mio. Euro. Damit kommt die Hypo Niederösterreich auf ein Viertel des Konzerngewinns der ÖVAG im Jahr 2004.

Nach Rücklagenbewegung verblieb in der Hypo-Bank AG ein Jahresgewinn, der mit 6,035 Mio. Euro mehr als doppelt so hoch war wie 2003 (3,001 Mio. Euro). Die Eigenmittel beziffert die AG zum Bilanzstichtag mit 208,7 Mio. Euro, ein Plus um 6,4 Prozent. Im Konzern belaufen sich die Eigenmittel auf 263 Mio. Euro.

Bilanzsumme wuchs um 7,8 Prozent

Um rund 7,8 Prozent auf über 5,4 Mrd. Euro wurde in der Bank-Aktiengesellschaft die Bilanzsumme ausgeweitet, im Hypo-Bank-Konzern gab es ein Plus um 7,3 Prozent auf 5,6 Mrd. Euro.

Trotz des noch immer niedrigen Zinsniveaus gab es u.a. bei den Spareinlagen ein zweistelliges Plus. Als strategische Geschäftsfelder betrachtet der Vortand die Sparten "Öffentliche Hand" und "Großwohnbau". Hier habe es trotz starken Wettbewerbs Wachstum gegeben (öffentliche Hand 11,4 Prozent, Großwohnbau 4,2 Prozent).

Im Juli startet Niederlassung in Budapest

Wie die Hypo am Freitag weiter mitteilte, ist eine Erweiterung des Geschäftsfeldes "Öffentliche Hand" in den an Niederösterreich angrenzenden neuen EU-Staaten Tschechien, Slowakei und Ungarn geplant. Dafür sei die Schaffung eines "Competence Centers Ausland" sowie die Gründung von Repräsentanzen beschlossen worden.

Laut Vorstandschef Schmitzer wird am 11. Juli eine Repräsentanz in Budapest (Ungarn) eröffnet. Im Herbst sollen Bankbüros in der Slowakei (Preßburg) und Tschechien (Prag) folgen.

In den Repräsentanzen werden jeweils zwei bis drei Mitarbeiter arbeiten. In ihrem niederösterreichischen Heimmarkt beschäftigt die Bank aktuell rund 450 Leute. Die Expansion in Zentral-Osteuropa erfolge in Akkordanz mit der Österreichischen Volksbanken AG (ÖVAG), die selber in diesem Raum operativ ist, sagte Schmitzer zur APA.

Den forcierten Aktivitäten im Großwohnbau im Inland entsprechend beteiligte man sich an gemeinnützigen Wohnbauträgern. Auch Beteiligungen an Wohnbaugesellschaften im benachbarten Ausland werden aufgebaut.

Fortgesetzt wird auch der Filialnetzausbau. Nach Neunkirchen, wo im September 2004 neu eröffnet wurde, wurden in Bruck/Leitha, Hollabrunn und Korneuburg die neuen Standorte fixiert. Die in Wiener Neustadt bestehende Geschäftsstelle wird jetzt Mai an einen neuen Standort am Hauptplatz übersiedeln. (APA)

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