Tschetschenien: Selbstmordattentat in Grosny vereitelt

9. Mai 2005, 17:01
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Junge Frau mit Sprengstoffgürtel erschossen

Rostow - Die Polizei in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny hat eine mutmaßliche Selbstmordattentäterin erschossen. Ein Sprecher des russischen Innenministeriums erklärte am Samstag, die Sicherheitskräfte hätten das Feuer eröffnet, als die junge Frau sich nicht ergeben habe. Bei ihr sei ein Sprengstoffgürtel gefunden worden.

Vor dem Vorfall am Freitagabend hatte die Polizei bereits zwei andere mutmaßliche Selbstmordattentäterinnen getötet. Die russischen Behörden erklärten am Donnerstag, sie hätten einen mit 1,2 Tonnen Sprengstoff beladenen Lastwagen entdeckt. Die beiden getöteten Frauen hätten den Lastwagen offenbar bei einem Selbstmordattentat einsetzen wollen.

Die Behörden waren vor den Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland am Montag in Moskau in erhöhter Alarmbereitschaft. Im vergangenen Jahr war der vom Kreml unterstützte tschetschenische Präsident Achmad Kadyrow gemeinsam mit 24 weiteren Menschen bei einem Bombenanschlag in Grosny ums Leben gekommen. Vor zwei Jahren kostete ein Bombenanschlag auf eine Parade in der Ortschaft Kaspisk 43 Menschen das Leben. (APA/AP)

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