32. Runde: Rapid empfängt Admira

7. Mai 2005, 20:22
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Tabellenführer daheim gegen Admira auf Sieg eingestellt; Paschinger wollen mit Sieg in Mattersburg im Titelrennen bleiben; Fernduell Salzburg - Bregenz

Wien - Der österreichische Fußball-Rekordchampion SK Rapid steht vor dem nächsten Schritt Richtung Meistertitel. Der Bundesliga-Spitzenreiter hat am Samstag in der 32. Runde im Heimspiel gegen die Admira drei Punkte eingeplant und hofft gleichzeitig auf ein Remis im großen Schlager GAK - Austria am Sonntag.

Superfund Pasching muss in Mattersburg gewinnen, um im Titelrennen nicht zu viel an Boden zu verlieren, Salzburg (daheim gegen Sturm) und Bregenz (daheim gegen Wacker Tirol) liefern einander ein Fernduell gegen den Abstieg.

Riesen-Euphorie bei Rapid

Bei Rapid herrscht spätestens nach dem 5:0-Kantersieg gegen Salzburg Riesen-Euphorie, kein Wunder also, dass Trainer Josef Hickersberger vom vierten Sieg in Serie ausgeht. " Wir sind mittlerweile sehr gut in Form, darum bin ich optimistisch, dass wir abermals drei Punkte einfahren können", sagte der frühere ÖFB-Teamchef, dessen Elf schon am Mittwoch in der Südstadt in einem Nachtragsspiel wieder auf die Admira trifft.

Hickersberger setzt auch auf die Unterstützung der Rapid-Anhänger, immerhin waren bis Freitagmittag bereits rund 10.000 Tickets (inklusive Jahreskarten) abgesetzt. "Die Fans wissen genauso wie die Spieler, um was es derzeit geht. Wir bitten weiter um Unterstützung und ich bin sicher, dass die Admira in einem vollen Sankt Hanappi keine Chance haben wird."

Gegen die Admira hatte Rapid aber zuletzt oft einen schweren Stand, gingen doch vier der vergangenen fünf Partien an die Südstädter. In Anbetracht dieser Statistik und der Frühjahrs-Auswärtsbilanz von drei Siegen und einem Remis hat sich Admira-Coach Dominik Thalhammer viel vorgenommen. "Wir wollen gewinnen. Das ist eine dankbare Aufgabe für uns, weil wir überhaupt keinen Druck haben", sagte der Betreuer, der nach eigenen Angaben schon ein Rezept gefunden hat, mit dem den Hütteldorfern die erste Saison-Heimniederlage zugefügt werden soll.

Pasching gegen Angstgegner

So wie Rapid bekommt es auch Superfund Pasching mit einem Angstgegner zu tun. Zwar gewannen die Oberösterreicher ihre vergangenen Heimspiele gegen Mattersburg jeweils ohne Gegentor, im Pappelstadion schaute aber bei drei Bundesliga-Auftritten nur ein Punkt heraus. "An dieses Stadion haben wir keine guten Erinnerungen, aber dort haben sich schon ganz andere Klubs schwer getan", meinte Trainer Georg Zellhofer.

Dennoch muss die "Festung Pappelstadion" gestürmt werden, wollen die Paschinger im Titelrennen bleiben. "Wir wollen unbedingt punkten. Es wäre schade, wenn wir in den letzten Spielen wegschmeißen, was wir uns lange aufgebaut haben", sagte Zellhofer, der sich zu den Meisterchancen wieder zurückhaltender äußerte. "Wir haben den Titel noch nicht abgeschrieben, aber wir wissen, was realistisch ist. Momentan rennt die Kugel eben nicht auf diese Farbe, die wir wollen."

Während noch vier Klubs Chancen auf einen Eintrag auf dem Meisterteller haben, ist der Abstiegskampf längst zum "Fall für zwei" geworden. Ein Heimsieg gegen Sturm wäre für Salzburg schon fast die halbe Miete für einen Bundesliga-Verbleib, doch die Stimmung im Lager der Salzburger, die seit dem 25. September des Vorjahres auf einen Erfolg vor eigenem Publikum warten, ist laut Trainer Manfred Linzmaier nach dem Debakel gegen Rapid "am Boden. Aber die Hoffnung darf nie sterben. Im Grunde hat die Mannschaft so viel Charakter, dass sie nicht absteigen will."

Weniger düster sieht Sturm-Trainer Michael Petrovic die Situation der Salzburger. "Das ist hinter den ersten Vier die Mannschaft mit der besten Qualität im Kader."

Die Bregenzer hoffen auf Schützenhilfe der Grazer und gleichzeitig auf einen Heimsieg gegen Wacker Tirol, um den Rückstand von fünf Punkten auf das rettende Ufer zu verringern. "Für uns ist dieses Spiel wahrscheinlich die letzte Chance. Ich möchte fast sagen, wir stehen vor einem Pflichtsieg", sagte Coach Roland Kornexl, dessen Widerpart Stanislaw Tschertschessow auf Tormann-Trainer De Vora zurückgreifen muss, da mit Pavlovic und Planer beide Goalies verletzungsbedingt ausfallen.(APA)

SAMSTAG

  • SW Bregenz - FC Wacker Tirol (Casino-Stadion, 18:30 Uhr/so wie alle Spiele live auf Premiere Austria, Brugger). Bisherige Saisonergebnisse: 1:1 (a), 3:2 (h), 2:3 (a)

    Bregenz: Nagel - Pircher - Bolter, Baldauf - Nzuzi, Verjans, Jakomin, Winkler, Hauser/Pedersen, Schepens - Jansen Ersatz: Tolja - Höller, Ensrud, Vuk, Pekala, Ikanovic, Krautberger Es fehlt: Grabic, Geiger (beide verletzt)

    Wacker: De Vora - Schroll, H. Eder, Schrott - Mimm, Grüner, Brzeczek, Mader, Windisch - Mair, Aigner Ersatz: Basic - Seewald, Hölzl, Seelaus, Schreter, Aganun, B. Akwuegbu Es fehlen: Zelic (hat den Verein verlassen), Mühlbauer, Planer, Pavlovic, Wazinger, Alfred Hörtnagl (alle verletzt), Alexander Hörtnagl (im Aufbautraining)

  • SV Mattersburg - FC Superfund Pasching (Pappelstadion, 18:30, Einwaller). Bisher: 3:0 (h), 0:4 (a), 0:1 (a)

    Mattersburg: Borenitsch - Mravac - Patocka, Lang - Kaintz, Kausich, Mörz, Kühbauer, Fuchs - Bürger, Th. Wagner Ersatz: Hedl - Pauschenwein, Schmidt, Leidl, Koller, Fülöp, Mössner Es fehlen: R. Wagner, Böcskör (verletzt)

    Pasching: Schicklgruber - Knabel, Baur, Chaile, Ortlechner - Kirchler, Flögel, Horvath, Jezek/Bubenik - Glieder, Pichlmann Ersatz: Gspurnig - Lapic, Reiter, Hartl Es fehlen: Mayrleb (gesperrt), B. Kovacevic, Budicin, Sariyar (alle verletzt) Fraglich: Jezek

  • SK Rapid - Admira (Hanappi-Stadion, 18:30, Hofmann). Bisher: 2:1 (h), 0:1 (a)

    Rapid: Payer - Markus Hiden, Valachovic, Feldhofer, Katzer - Martinez, Hofmann, Hlinka, Ivanschitz - Kincl, Lawaree Ersatz: Maier - Burgstaller, Garics, Sturm, St. Kulovits, Dosek, Kienast Es fehlen: Martin Hiden, Korsos (beide verletzt)

    Admira: Szamotulski - Hatz, Matyus, Kafkas, Labant - Thonhofer, Ledwon, Iwan, Bjelica, Lederer - Oravec Ersatz: Kral - Osoinik, Pashazadeh, Suchard, Wolf, E. Kulovits, Peraica, Janko Es fehlen: Ortner, Razzaghi (beide verletzt)

  • SV Salzburg - SK Sturm Graz (Wals-Siezenheim, 18:30, Mostböck). 1:0 (h), 1:3 (a), 1:3 (a)

    Salzburg: Arzberger - Winklhofer, Laessig, Ch. Jank, Gjosevski - Seo, M. Suazo, Scharrer, Pichorner, Villar - Mrdakovic Ersatz: Grünwald - Pöllhuber, Schoppitsch, Th. Eder, Aslan, Kastner, Keil Es fehlen: Willi, Milinovic (beide verletzt), Bule (krank), Schriebl, Tomic (beide Trainingsrückstand)

    Sturm: Radakovic - Ertl, Silvestre, Mörec, Gercaliu - Krammer, Neukirchner, Filipovic, J. Säumel, Rojas - Linz Ersatz: Gratzei - Rauter, Kienzl, Karner, Rottensteiner, Rabihou Es fehlen: Dag, Mujiri, Salmutter, Leitgeb, Dmitrovic (alle verletzt), Verlaat (gesperrt)

    SONNTAG

  • GAK - FK Austria (Schwarzenegger-Stadion, 15:30, Plautz). 0:1 (h), 0:0 (a), bei 3:0 (a) abgebrochen

    GAK: Schranz - Pötscher, Ehmann, Tokic, Majstorovic/Plassnegger - Standfest, Muratovic, Aufhauser/Sick, Amerhauser - Kollmann, Bazina Ersatz: Almer - Kujabi, Lechner, Bleidelis, Skoro, Six Es fehlen: Dollinger, Ramusch (beide verletzt) Fraglich: Aufhauser, Majstorovic, Bleidelis

    Austria: Didulica - Dospel, Afolabi, Petrous, Papac - Sionko, Kiesenebner, Blanchard, Mila - Vastic, Rushfeldt Ersatz: Safar - Troyansky, Dheedene, Metz, M. Wagner, Kitzbichler, Gilewicz, Dosunmu Es fehlen: Vachousek, Janocko (jeweils Kreuzbandriss), Antonsson (Bruch des Sesambeins im linken Großzehballen)

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