Justizchef rügt Verhörmethoden der Polizei

9. Mai 2005, 19:07
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Mahmud Hashemi-Shahrudi sieht islamische Grundsätze verletzt

Teheran - Der iranische Justizchef Ayatollah Mahmud Hashemi-Shahrudi hat die Verhörmethoden der iranischen Polizei kritisiert. Beim Versuch, politische Häftlinge zu Geständnissen zu bewegen, seien deren Rechte verletzt worden, sagte Hashemi-Shahrudi am Donnerstagabend vor Staatsanwälten in Teheran, berichteten iranische Medien am Freitag. Zudem seien damit auch islamische Grundsätze missachtet worden. Der Justizchef rief die Sicherheitskräfte dazu auf, sich nicht in den Bereich der Justiz einzumischen.

Die Islamische Republik steht im Ausland wegen Menschenrechtsverletzungen in der Kritik. Die US-Regierung von Präsident George W. Bush wirft Teheran unter anderem Folter vor. Das Europaparlament beklagte im Jänner in einem Menschenrechtsbericht Hinrichtungen, Steinigungen und Folter im Iran. Teheran lehnt jegliche Kritik an seiner Justiz als Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes zurück. (APA/dpa)

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    Ayatollah Mahmud Hashemi-Shahrudi kritisiert die Verhörmethoden der iranischen Polizei

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