Ferienverkehr: Fahrverbotskalender steht

11. Mai 2005, 08:25
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Ausgeweitetes Lastwagen-Fahrverbot an Sommerwochenenden - Kritik von Autofahrerclubs: Strecken nicht ausreichend

Wien - Der Entwurf für die Nachfolgerregelung zur Ferienreiseverordnung steht. Partielle Fahrverbote für Lkw über 7,5 Tonnen gelten demnach von 2. Juli bis Anfang September auf Abschnitten der Inntalautobahn (A12), der Brennerautobahn (A13) und der Ostautobahn (A4) sowie auf der Loferer Bundesstraße (B178) und auf der Ennstalstraße (B320).

Zahlreiche Ausnahmen

Die Ferienreiseverordnung hatte deutlich mehr Fahrverbote vorgesehen. Die Neuregelung sieht zahlreiche Ausnahmen vor: Trotz generellem Fahrverbot dürfen etwa Transporte fahren, die der Beförderung von Schlachtvieh, leicht verderblichen Lebensmitteln oder periodischen Druckwerken dienen. Weiterhin fahren dürfen ebenso Abschleppdienste, die Pannenhilfe und Fahrzeuge des öffentlichen Sicherheitsdienstes.

Daneben gelten die regulären Wochenendfahrverbote von Samstag, 15.00 Uhr, bis Sonntag, 22.00 Uhr. Bis Montag 5.00 Uhr gilt außerdem ein Nachtfahrverbot.

Kritik von Autofahrerclubs: Strecken nicht ausreichend

Bei den Autofahrerclubs iat die Nachfolgeregelung auf Kritik gestoßen: ARBÖ-Generalsekretär Rudolf Hellar bezeichnete den zur Begutachtung ausgesandten Fahrverbotskalender als "Flickwerk". Auch für den ÖAMTC sind die ausgewählten Strecken nicht ausreichend.

Es fehle ein Fahrverbot auf der Tauernautobahn (A10) ud für den Packabschnitt der Südautobahn (A2).

Kritik an Verbotszeiten

Beide kritisierten, dass das Fahrverbot erst um 9.00 Uhr statt wie bisher um 8.00 Uhr gelten. Auch nehme der ausgearbeitete Kalender keine Rücksicht auf die realen Ferientermine und ende vor dem Schluss der freien Tage in Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Kärnten und der Steiermark. Ebenso unberücksichtigt bleibe der zu erwartende Verkehr vor dem Schulbeginn in den deutschen Bundesländern.

Kritik an Ausnahmeregelungen

Der ARBÖ bemängelte auch die neuen Ausnahmeregelungen: So betreffe etwa das Fahrverbot auf der Inntalautobahn (A12) und auf der Brennerautobahn (A13) eigentlich nur die Hälfte der Fahrbahn, da nur Lkw mit dem Reiseziel Italien darunter fallen würden. Leere Fahrzeuge dürften zudem künftig auf den Verbotstrecken bis 15.00 Uhr und nicht wie bisher bis 10.00 Uhr fahren.(APA)

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