Europarat fordert Kampagne gegen Rassismus

8. Mai 2005, 16:42
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Thema bei Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Warschau - Davis streicht positive Rolle der Minderheiten hervor

Straßburg - Der Europarat fordert eine europaweite Anti-Rassismus-Kampagne. "Rassismus wirkt sich auf ganz Europa aus", sagte der Generalsekretär des Europarats, Terry Davis, am Donnerstag in Straßburg. Dabei hob er die positiven Beiträge von Minderheiten für Europa besonders hervor. Der Europarat will auf einem Gipfeltreffen am 16. und 17. Mai in Warschau um Unterstützung für die Kampagne werben.

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V), der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder, der französische Premierminister Jean-Pierre Raffarin und andere europäische Spitzenpolitiker haben ihre Teilnahme bereits zugesagt. "Die Kampagne würde vom Europarat und freiwilligen Beiträgen finanziert werden", erklärte Davis. Ein Bericht des Europarats über Sinti und Roma, die vielerorts unter Diskriminierung leiden, hatte die Idee auf den Weg gebracht.

Dem Europarat gehören 46 Staaten an, darunter alle 25 EU-Länder. Die Übernahme der Menschenrechtsstandards des Europarats gilt als nämlich inoffiziell als eine der Voraussetzungen für den EU-Beitritt. Österreich stellte mit den ÖVP-Politikern Lujo Toncic-Sorinj (1969-74), Franz Karasek (1979-84) und Walter Schwimmer (1999-2004) schon drei Mal den Generalsekretär der 1949 gegründeten Organisation, mit der die europäische Einigung nach dem Zweiten Weltkrieg begann. (APA/AP)

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