US-Börsenaufsicht bestraft Postangestellten wegen Insiderhandels

13. Mai 2005, 19:16
1 Posting

Aktientipps aus "Business Week" im Postamt gelesen und verwertet

Washington - Ein ehemaliger Postangestellter im US-Bundesstaat New York muss wegen Insiderhandels rund 580.000 Dollar (447.738 Euro) zahlen. Die Einigung des ungewöhnlichen Insidertraders mit der US-Börsenaufsicht wurde diese Woche bei einem New Yorker Bezirksgericht rechtswirksam, berichtete der US-Sender CNN. Der Mann hatte in den Jahren 1996 bis 1999 Aktientipps im Wirtschaftsmagazin "Business Week" im Postamt gelesen, noch bevor das Magazin an Zeitungsgeschäfte ausgeliefert wurde.

Die in der "Inside Wall Street"-Kolumne des Magazins angepriesenen Wertpapiere kaufte der Postler dann mit Hilfe eines Komplizen. Als der Kurs der Aktien in Folge des Erscheinens von "Business Week" stieg, verkauften die beiden wieder und streiften den erzielten Gewinn ein.

Die US-Börsenaufsicht SEC hatte sich mit dem inzwischen in Indien lebenden Mann auf insgesamt 580.000 Dollar Zahlungen geeinigt. Mit seinen Aktiengeschäften hatte er rund 150.000 Dollar verdient. Indem der Postangestellte die Magazine im Postamt gelesen hatte, hatte er gegen Vorschriften seines Arbeitgebers verstoßen. (APA)

Share if you care.